20. September/Berlin: Gegen den “Marsch für das Leben”!

Hervorgehoben

letzte Infos!

Veranstaltungen vorher

19. September 19.00 – Schererstraße 8 (Wedding) Abortion democracy: Vortrag / Film / Konzert – jetzt mit Lineup!

20. September: auf die Strasse!

Demo: Samstag | 20. September | 11.30 Uhr | U-Bhf. Kochstraße (U6 / M29)
Danach: Kreativer Protest gegen den “Marsch für das Leben” (13 Uhr / Willy-Brandt-Straße) vom Bündnis what the fuck!

Für die Demo und die action danach gibt es eine Playlist

Kundgebung: 13.00 Uhr Brandenburger Tor vom Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung

am selben Tag findet auch in Zürich der “Marsch fürs Läbe”: Solidarische Grüße an die Feminist*innen und Antifaschist*innen, die dagegen protestieren! Es wird auch hier eine Demo gegen den Marsch der AbtreibungsgegnerInnen geben: 20. September 14 Uhr bei der Rentenwiese Zürich! Die Info gabs leider bis jetzt nur auf Facebook.

Zum langsamen Aufwärmen hier schon mal der Mobijingle von der Gruppe nofundi[m]ärsche

UPDATE: Dieser Blog ist nicht der Blog vom Bündnis gegen den diesjährigen Berliner “Marsch für das Leben”. Das Bündnis hat jetzt einen eigenen Blog. Und auch eine eigene emailadresse: what-the-fuck [AT] riseup.net
Hier werdet ihr auch weiterhin Infos zu den Berliner Aktivitäten finden, und auch weiterhin Informationen und Analysen zu Schwangerschaftsabbruch und Abtreibungsgegner*innen, auch international. Aufgrund der Funktionsveränderung wird der Blog in nächster Zeit wahrscheinlich etwas umgebaut.

 

einige Artikel zu morgen

Der diesjährige Berliner »Marsch für das Leben« am 20. September hat sein Themenspektrum erweitert: Kernthema der Demonstration ist eigentlich der Einsatz gegen Abtreibungen. Dafür tragen die sich selbst als Lebensschützer bezeichnenden Aktivisten weiße Kreuze, die »getötete Kinder« symbolisieren sollen, in einem Schweigemarsch durch Berlins Mitte. Der vom Bundesverband Lebensrecht (BVL) organisierte Marsch richtet sich auch gegen jede Art von Sterbehilfe, die als »Euthanasie« bezeichnet wird. In einer Pressemitteilung erklärte Martin Lohmann, der Vorsitzende des BVL, die Lebensschutzbewegung nun auch noch zur »ökologischen Friedens- und Freiheitsbewegung Deutschlands«. Unter »Ökologie« versteht er hier aber nicht etwa Umweltschutz, sondern »die Natur des Menschen«, die nach Ansicht der meist christlich-fundamentalistischen Abtreibungsgegner eindeutig männlich oder weiblich und heterosexuell zu sein habe. Wenn Lohmann also sagt: »Wir wollen, dass jeder in Freiheit leben kann«, dann meint er weder »jeden« noch meint er »Freiheit«. Ulli Jentsch vom Bildungszentrum Apabiz, Mitautor des jüngst erschienenen Buches »Deutschland treibt sich ab!«, betont: »Für die ›Lebensschützer‹ ist der Kampf für ein totales Verbot von Abtreibungen schon immer ein Vehikel der Kulturkritik gewesen.« Ihr Konzept einer »Kultur des Lebens« sei nicht von Freiheit, Selbstbestimmung oder Emanzipation bestimmt, sondern »autoritär, antifeministisch und antiaufklärerisch. Das als ›ökologisch‹ zu verkaufen, ist Greenwashing. Die Berufung auf eine ›natürliche‹ Ordnung ist nichts anderes als Sozialdarwinismus«, so Jentsch weiter. mehr in der aktuellen Jungle World

Als Einwohnerin Berlins hat man auf der Suche nach Ärgernissen eine große Angebotspalette. Am Samstag bietet sich hierfür jedoch eine Veranstaltung ganz besonders an: Der Bundesverband Lebensrecht (BvL) mobilisiert erneut deutschlandweit für seinen »Marsch für das Leben«, eine Demonstration für ein absolutes Verbot von Schwangerschaftsabbrüchen … mehr in der aktuelle Jungen Welt

Mit einem sogenannten „Marsch für das Leben“ wollen am Samstag Antifeminist*innen, christliche Fundamentalist*innen und Nationalist*innen durch Berlin ziehen. Unter dem Motto „Ja zum Leben – für ein Europa ohne Abtreibung und Euthanasie“ fordern sie ein europaweit komplettes Verbot von Schwangerschaftsabbrüchen und Sterbehilfe. mehr in der aktuellen taz

Veröffentlicht unter Allgemein

letzte Infos für Samstag

Morgen ist es soweit, passt auf euch auf! Hier letzte Infos vom Bündnis:

Los geht es um 11.30 Uhr am U-Bhf. Kochstraße. Mit einer feministischen und antifaschistischen Demonstration werden wir gemeinsam Richtung Regierungsviertel ziehen, wo sich ab 13 Uhr die christlichen Fundis vor dem Bundeskanzleramt treffen. Im Anschluss an die Demonstration werden wir – wie in den letzten Jahren – unseren Protest an und in die Auftaktkundgebung der Fundis und ihren anschließenden Schweigemarsch tragen. In den letzten Jahren haben Aktivist_innen Kreuze umgestaltet, die gespenstige Ruhe durch Parolen und Trillerpfeifen durchbrochen, mit Luftschlangen und Konfetti die Athmopshäre aufgelockert und ihre Kritik auf T-Shirts und Schildern sichtbar gemacht. Versucht euch jedoch zunächst unauffällig zu kleiden und zu verhalten, wenn ihr euren Protest direkt in den Marsch tragen wollt. Wir sind gespannt auf unsere und eure Kreativität.

Ab 14 Uhr werden sich die Abtreibungsgegner_innen auf den Weg machen. Wir gehen davon aus, dass ihr Aufmarsch wie im letzten Jahr vom Bundeskanzleramt über die Scheidemannstraße vorbei am Bundestag und dem Brandenburger Tor über die Ebertstraße zum Potsdamer Platz führt. Von dort werden sie wohl über die Leipziger Straße und die Markgrafenstraße in Richtung Bebelplatz laufen. [...]

Neben der kreativen Teilnahme in dem Aufzug soll der Marsch in diesem Jahr auch blockiert werden. Mareike von der Vorbereitungsgruppe erzählte uns zu ihren Planungen: “Wir werden uns mit möglichst vielen Menschen auf die Straße setzen, stellen und legen, um den Marsch zum Stehen zu bringen. Auf eine körperliche Auseinandersetzung mit der Polizei werden wir uns dabei nicht einlassen. Wenn wir auf der Straße sind, wollen wir so lange wie möglich auf dieser bleiben und den Marsch dadurch stoppen. Damit sich möglichst viele Menschen an unserer Blockade beteiligen können, werden wir während der Demonstration einen Sammelpunkt bekannt geben, von dem aus wir gemeinsam auf die Straße gehen.” Haltet deshalb Augen und Ohren diesbezüglich offen.

Auf dem Platz des 18. März wird es außerdem wie in den letzten Jahren ab 13 Uhr eine Kundgebung des Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung geben, um an dieser zentralen Stelle des Aufmarsches Protest zu zeigen.

Ticker: aktionsticker.org oder @nofundis
Aktionskarte: whatthefuck.noblogs.org/?attachment_id=180
Ermittlungsausschuss: 030 / 692 22 22
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spanische Abtreibungsverschärfung ist vom Tisch!

“La ley del aborto no verá la luz” so titelt die spanische Tageszeitung El Mundo heute. Übersetzt heißt das: Das Abtreibungsgesetz wird kein Licht sehen. Die Zeitung zeigt sich überzeugt, dass die Regierung keinen Versuch mehr unternehmen wird, die ‘Reform’ durchs Parlament zu bringen. Der eigenen Wählerschaft sei der Gesetzesentwurf, mit dem alle Abtreibungen außer nach einer angezeigten Vergewaltigung und aus medizinischen Gründen verboten worden wären, zu hart gewesen.

Da durch die angekündigte Reform mehr Stimmen verloren gegangen sind als gewonnen werden konnten und angesichts des massiven Widerstandes großer Teile der Bevölkerung scheint das Projekt nun aufgegeben worden zu sein.

Das ist auch ein herber Schlag für alle ‘Lebensschützer': Kein Schritt zurück!!!

Am 20. September alle auf die Strasse um zu feiern!!!

PM wtf-Bündnis: reaktionäres Gedankengut beim “Marsch für das Leben”

Auf dem Marsch selbst wird reaktionäres Gedankengut verbreitet: Bei der Kundgebung des Marsches 2013 verglich die Vortragende Karin Fenbert (Vorsitzende von Kirche in Not e.V.) die Abtreibungspolitik der Kommunen mit dem Holocaust, indem sie diese einen „kommunale[n] Verbrennungsofen, in dem die Spuren des Kindermordes verwischt werden“ nannte.

mehr hier

USA: Gefängnis wegen Abtreibungspillen

Einwe alleinerziehende Mutter ist in Pennsylvania zu 18 Monaten Gefängnis verurteilt worden, weil sie ihrer minderjährigen Tochter online Abtreibungsmedikamente besorgt hat. Die Richtung in die US-amrerikanische Gesetzgebung und polizeiliche Ermittlungen laufen sind alarmierend, wie der Artikel auf feministing beleuchtet:

As Whalen’s lawyer notes, prosecutions like this are not common — but, unfortunately, that’s beginning to change, as feticide laws and bans on self-abortion are increasingly used to police pregnancy. Just last week, police “swarmed” a Dallas high school — even sending in a goddamn helicopter — after learning that a student (sorry, I mean, a “suspect”) may have miscarried in a bathroom stall. In case you’re confused, no, miscarriage isn’t illegal — yet — but it sure is suspicious, don’t ya think?

VA: “Lebensschützer”-antifeministische Gotteskrieger

10.09.2014 20:00 – 22:00 k-fetisch, Wildenbruchstr. 86, Barrierefrei

Mit weißen Kreuzen wollen sie am 20. September 2014 wieder durch Berlin ziehen – zum fünften Mal seit 2010. Mit zahlreichen Sonderbussen werden an diesem Samstag sogenannte »Lebensschützer« aus ganz Deutschland anreisen. Ihr Motto: »Ja zum Leben – für ein Europa ohne Abtreibung und Euthanasie«. Hinter dem Marsch stehen christlich-fundamentalistische Gruppen. Sie sind gut vernetzt – nicht nur in Deutschland, sondern europaweit. Sie fordern das Verbot von Abtreibungen, bekämpfen sexuelle Aufklärung, richten sich gegen Feminismus und sexuelle Selbstbestimmung. Ihre Ideologie entspringt einem konservativ-reaktionären bis extrem rechten Weltbild. In ihren Reihen tummeln sich einzelne Vertreter_innen der extremen Rechten ebenso wie Mitglieder evangelikaler und reaktionärer katholischer Gruppierungen. Mit dem Thema Familie gelingt es konservativen und rechten Kräften bis weit in die gesellschaftliche Mitte zu punkten – ihr Ziel ist ein geschlechterpolitisches Rollback. Und ihre Arbeit fällt auf fruchtbaren Boden. Das zeigt etwa die rechtskonservativer Wertedebatten rund um den Bildungsplan 2015 von Grün-Rot in Baden-Württemberg. Eine Onlinepetition unter dem Motto »Kein Bildungsplan 2015 unter der Ideologie des Regenbogens« fand im Netz fast 200.000 Unterstützer_innen. Eike Sanders und Ulli Jentsch sind Mitautor_innen des gerade erschienenen Buchs »Deutschland treibt sich ab«. Organisierter ›Lebensschutz‹, christlicher Fundamentalismus und Antifeminismus«. Im Vorfeld des Marschs der Abtreibungsgegner_innen in Berlin stellen sie die zentralen Positionen der »Lebensschützer«-Bewegung vor, diskutieren die politische Relevanz des Themas und geben einen Überblick über die zentralen Akteure.

Veröffentlicht unter Allgemein

“Pille danach” rezeptfrei machen!

Gesundheitsminister Gröhe: Rezeptfreie „Pille danach” zulassen!

Gesundheitsminister Gröhe will sich derzeit dem Rat des Expertenausschusses für Verschreibungspflicht widersetzen und die Rezeptpflicht der sogenannte “Pille danach” nicht aufheben. Dies sagte er in einem Interview der „Welt am Sonntag”.

Mit dieser Petition fordern wir die Rezeptfreiheit der “Pille danach”. In Deutschland wird auf dem Rücken der Frauen eine moralische Debatte geführt, keine medizinische. Dies ist im Jahr 2014 nicht hinnehmbar. Hier kann man unterschreiben