Litauen diskutiert Abtreibungsverbot

Die bisher bestehende Fristenregelung von 12 Wochen könnte im Herbst. Vergangene Woche brachte die Partei “Wahlaktion der Polen in Litauen” einen Gesetzesentwurf im Parlament ein, wonach Abtreibungen nur im Falle einer Vergewaltigung erlaubt sein sollen, wenn ein medizinisches Risiko für die Mutter besteht oder Inzest vorliegt.

Die Abgeordneten sprachen sich in einer ersten Lesung mit 46 zu 19 Stimmen für den Entwurf aus, 25 Abgeordnete enthielten sich der Stimme. Über den Gesetzesentwurf müssen nun die zuständigen Parlamentsausschüsse beraten, im Herbst soll endgültig über den Entwurf entschieden werden. Bisherige Versuche, die Fristenregelung in Litauen zu kippen, waren gescheitert.

Gegen die Restriktion von Schwangerschaftasabbrüchen in Litauen gibt es eine Petition.

Quelle und mehr Informationen: die.Standard.at

Buchvorstellung: Die neue Radikalität der Abtreibungsgegner_innen im (inter-)nationalen Raum

Auf den Linken Buchtagen Berlin werden zwei der Autor_innen Kapitel aus dem Buch Die neue Radikalität der Abtreibungsgegner_innen im (inter-)nationalen Raum vorstellen.

9783940865328

Samstag, 15.06.2013 · 16:00 Uhr · Mehringhof, Gneisenaustr. 2a, SFE 1
Gisela Notz und Kirsten Achtelik werden ihre Kapitel zu den “Märschen” der Abtreibungsgegner_innen und den Protesten dagegen vorstellen und diskutieren.

Linke Buchtage

Verlagsvorschau

Herausgeber_innen

Mazedonien will Schwangerschaftsabbrüche erschweren

Die Regierung von Mazedonien hat dem Parlament ein neues restriktives Abtreibungsgesetz vorgelegt, dass das Recht von Frauen auf freien Zugang zu Abtreibung schwächt. Demnach muss eine Frau künftig einen schriftlichen Antrag beim Gesundheitsministerium einreichen, will sie eine Schwangerschaft beenden.

Zudem soll der betroffene Partner künftig über einen beabsichtigten Abbruch informiert werden. Die obligatorische Abtreibungsberatung vor einem Schwangerschaftsabbruch sowie die Wartefrist von drei Tagen nach dieser Beratung, bevor ein Abbruch durchgeführt werden kann, bleiben bestehen.

Der mazedonische Gesundheitsminister Nikola Todorov der christlich-demokratischen und nationaldemokratischen Partei für Mazedonische Nationale Einheit präsentierte den Entwurf vergangene Woche im Parlament und schlug vor, das Gesetz im Eilverfahren durchzuwinken. Die Mehrheit der Parlamentarier votierte für diesen Vorschlag.

mehr unter

http://www.diesseits.de/perspektiven/nachrichten/international/1370383200/mazedonien-will-schwangerschaftsabbrueche-erschwer

 

Abtreibungsgegner_innen scheitern mit EU-Initiative

Die Initiative europaweiter AbtreibungsgegnerInnen mit dem Namen “One of us” wird scheitern. Als eine der ersten registrierten EU-Unterschriftenaktionen läuft sie in diesen Tagen aus und hat die notwendige Hürde von einer Million Unterschriften aus sieben verschiedenen EU-Staaten weit verfehlt. Nur knapp 250.000 EU-BürgerInnen haben die Initiative, die den rechtlichen Schutz menschlicher Embryonen ab der Befruchtung der Eizelle fordert, per digitaler Unterschrift unterstützt.

meldet die.standard.at

Sie sind halt doch nicht so viele, wie sie meinen …

 

 

Info- und Filmabend zum Thema Abtreibungsverbot in Irland

Am Dienstag, den 23. April, wird im k-fetisch in Berlin-Neukölln (Wildenbruchstraße 86) ein Info- und Filmabend zum Thema Abtreibungsverbot in Irland stattfinden.

Wir bedauern es, dass immer die Rede von “fremden” bzw. außereuropäischen Ländern ist, in denen Frauen unterdrückt werden – wir wollen mehr Aufmerksamkeit für diese Verstöße gegen Menschenrechte innerhalb der EU.  An diesem Abend wollen wir Fragen stellen und Informationen zur Verfügung stellen. Wir zeigen Filme aus Irland, die das Thema behandeln und die Betroffenen selbst zu Wort kommen lassen.

BLOG UND PROGRAMME:
http://www.youreonlymassive.com/pro-choice

INFORMATIONEN ZUM AKTUELLEN STAND DES ABTREIBUNGSRECHTS IN IRLAND

Im Oktober 2012 ist eine Frau in Irland an einem septischen Schockgestorben, nachdem die Ärzt_innen sich tagelang weigerten, den Fötus, dessen Herz noch schlug, der aber nicht lebensfähig war, zu entfernen. Der Schwangerschaftsabbruch bleibt stigmatisiert, auch wenn 85% der Wähler_innen dafür sind, endlich Gesetze entsprechend dem X-Fall zu erlassen (Quelle: RedC Research, 12.12.12). Nach dem Gesetz von 1861, als Irland noch eine britische Kolonie war, droht immer noch eine lebenslange Freiheitsstrafe. Jeden Tag reisen mindestens 12 Frauen von Irland nach England, um dort abzutreiben. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat bereits deutlich gemacht, es müsse ein praktikables Verfahren geben, das erkrankten Schwangeren bei substanziellen Gesundheitsgefahren eine Abtreibung im Inland ermögliche. Dies habe Irlands höchstes Gericht bereits 1992 festgestellt, das Parlament habe es jedoch versäumt, entsprechende Ausführungsbestimmungen zu erlassen.

Münster: feministische Demo und Anti-”Lebensschützer”-Proteste

Am Sams­tag, den 09.​03.​2013 de­mons­trier­ten ca. 500 Teil­neh­mer*innen für ein Recht auf ein selbst­be­stimm­tes Leben in einer herr­schafts­frei­en und so­li­da­ri­schen Ge­sell­schaft.
Demo 09. März 2013

Die­ses Jahr wurde durch ein Bünd­nis von ver­schie­de­nen Grup­pen und Ein­zel­per­so­nen aus Müns­ter und Um­ge­bung zum ers­ten Mal seit lan­gem in NRW zu einer links­ra­di­ka­len fe­mi­nis­ti­schen De­mons­tra­ti­on auf­ge­ru­fen.

Außerdem wurde der 1000 Kreuze Marsch der Abtreibungsgegner massiv gestört.

Berichte dazu hier, hier, hier und hier