Fernsehtip: heute show von Gestern

Nach etwas müden Witzen über kappute Bundeswehrhubschrauber, Ursula von der Leyen und Pflaumenkuchen drehte die heute show von gestern Nacht auf den letzten 10 Minuten richtig auf.

Wer es noch nicht mitbekommen hat: Es war ein Team der heute show beim “Marsch für das Leben” am vergangenen Samstag um für einen Beitrag zu drehen. Wie Hubert Hüppe, der ehemalige Behindertenbeauftragte der Bundesregierung, gegenüber idea.de behauptete, “hatten ihn zuvor [also während des Marsches] bereits zwei Gegendemonstranten geschlagen. Beide seien Mitarbeiter der ZDF-Satiresendung ‘Heute-Show'”.  Mittlerweile ist die Angabe auf der Seite auf “geschubst und angerempelt” geändert worden, was schon zeigt, dass sich da jemand wohl zu weit aus dem Fenster gelehnt hat. Das ZDF hatte die Vorwürfe zurückgewiesen.

Es ist jedenfalls eine Freude mitanzusehen, wie die ach so friedvollen und toleranten Christ*innen vorgeführt werden und mal sagen dürfen was sie wirklich denken…

Luxemburg 2/2014 zu politischer Religion ist erschienen

Vielleicht als Nachklapp zum “Marsch für das Leben” vom vergangenen Wochende ganz interessant, gerade weil ja auch immer wieder kritisiert wird, bei den Protesten gäbe es zuwenig, neine verkürzte oder falsche Religionskritik. Es gibt keinen expliziten Artikel zu Fundi-Christ*innen in ihrer Funktion als Abtreibungsgegner*innen, aber die Überschrift des Artikels von Christoph Lammers “Ziemlich falsche Freunde. Wie rechtsreligiöse Strömungen auch in Deutschland Fuß fassen” sieht schon mal ganz vielversprechend aus. Die Luxemburg gibt es seit diesem Jahr umsonst, wegen ‘Commons’, Teile der Artikel sind sowieso online zugänglich aber man kann sich die LuXemburg 02/14 auch zuschicken lassen.

Neuer nordirischer Gesundheitminister gegen Abtreibung nach Vergewaltigung!

meldet der Guardian:

Northern Ireland’s new health minister is a Democratic Unionist party assembly member who believes that women made pregnant through rape should not be allowed an abortion.

The first minister, Peter Robinson, appointed Jim Wells, the DUP member for South Down in the regional parliament, to take up the devolved health portfolio as part of a cabinet reshuffle on Tuesday.

Two years ago Wells said that he opposed Northern Ireland’s abortion laws being changed so that rape victims could get a termination in local hospitals.

In an interview on a local radio station in August 2012, Wells said the ban in Northern Ireland on most abortions must be upheld – even in instances of rape.

 

Geplante Abtreibungsverschärfung in Spanien abgesagt!

Der zuständige Justizminister Gallarón ist auch direkt zurückgetreten! Nach den Gerüchten in der letzten Woch wurde es nun gestern offiziell bestätigt. Allerdings soll für die unter 18jährigen die Pflicht zur Erlaubnis durch die Eltern wieder eingeführt werden. Am Sonntag den 28. September werden anlässlich des weltweiten Aktionstages gegen die Bestrafung von Abtreibungen bestimmt auf vielen Demonstrationen gefeiert!

genaueres hier

Mehr vom Samstag

Das what the fuck Bündnis hat 2 Redebeiträge online gestellt: den der Trans*genialen F_antifa und von nofundi[m]ärsche. Und hier gibt es eine Presseschau

Außerdem hat sich das ZDF zu den Vorwürfen geäußert, Reporter hätten Teilnehmer des Marsches gewalttätig angegangen:

Am 20.09.2014 hat ein Team der „heute-show“ mit dem Protagonisten Lutz van der Horst auf der Demonstration „Marsch für das Leben“ in Berlin gedreht. Bei dem Versuch O-Töne von Beteiligten zu filmen, entwickelte sich ein Wortgefecht mit dem an der Aktion teilnehmenden Bundestagsabgeordneten Hubert Hüppe (CDU), der das Team der „heute-show“ auch körperlich bedrängte und die Interviews störte. Zwei Mitglieder des Teams versuchten, den Dreh abzuschirmen. Keineswegs wurde Herr Hüppe von den Mitarbeitern der „heute-show“ – wie in einzelnen Presseveröffentlichungen behauptet – „geschlagen“ oder anderweitig attackiert.

Die nächste heute show zu gucken lohnt sich wahrscheinlich ;-)

Zu den Protesten in dder Schweiz gibt es hier ein Interview.

Film über fake-Beratungsstellen

In den USA betreiben die ‘Lebensschützter’ Beratungsstellen, in denen Frauen* nicht ergebnisoffen beraten werden, sonden nur mit allen Mitteln von einer Abtreibung abgehalten werden sollen.

Women across America who are seeking abortions are accidentally booking appointments at crisis pregnancy centers — pro-life, government-funded religious centers that don’t provide abortions, but instead try to talk women out of terminating their pregnancies. VICE News investigated the misleading practices used by crisis pregnancy centers to draw in women with unplanned pregnancies, and the misinformation that is spread to discourage them from pursuing abortions.

Den Film findet ihr hier.