Zeug_innen gesucht!

September 26, 2008

Am 20.09.08 gab es insgesamt fünf Festnahmen. Wenn ihr die Festnahmen beobachtet habt, meldet euch bitte bei uns und fertigt ein Gedächtnisprotokoll eurer Beobachtungen an. Auch Fotos von den Vorfällen können hilfreich sein.


Party on: My body – My choice!!! am 04.10.08 in München

September 25, 2008

Ja, ja, jede hat ihr Kreuz zu tragen: nicht nur in Berlin, auch in München gehen „Lebensschützer“ für den Erhalt des Patriarchats auf die Straße. Allerdings gibts Proteste gegen christlichen Fundamentalismus auch in München:


Smash § 218 // Gegen 1000 Kreuze: Bericht von der Kundgebung

September 21, 2008

Das Bündnis Gegen Abtreibungsverbot // Gegen christlichen Fundamentalismus hatte für Samstagmorgen zu einer Kundgebung an der Spandauer Str./ Ecke Karl-Liebknecht-Str. aufgerufen. Anlass war der alle zwei Jahre stattfindende „Trauermarsch“ des Bundesverbands Lebensrecht e.V. Mit diesem Marsch wird gefordert, das Recht auf Abtreibung weiter einzuschränken. Die selbsternannten Lebensschützer zeichnen sich dabei durch ein christlich-konservatives Weltbild aus, ihre Vorstellung von Gesellschaft sieht die heterosexuelle, patriarchale Kleinfamilie im Zentrum. Homosexualität, Feminismus und emanzipatorische Bewegungen sind den Lebensschützern ein Graus. Den Rest des Beitrags lesen »


Rocky Horror Picture Show

September 21, 2008

Hier gibts ein kleines Video von der Kundgebung der „Lebensschützer“. Schön ist das nicht, aber interessant. Schönen Dank an die Brights Berlin!


Pressespiegel

September 21, 2008

Hier findet ihr einen Pressespiegel zu unserer gestrigen Kundgebung. Wenn ihr noch weitere Artikel findet, sagt uns Bescheid. Außerdem freuen wir uns über Fotos von bunten Aktionen, da unsere Kamera leider in Gewahrsam genommen wurde.


Achtung, neuer Ort: Spandauer Str. / Ecke Karl-Liebknecht-Str.

September 16, 2008

Es gibt eine kleine Veränderung des Ortes unserer Kundgebung: Sie findet ab 11.30 Uhr Spandauer Str. / Ecke Karl-Liebknecht-Str. statt. Das ist in der Nähe des Neptunbrunnens, also nicht weit von unserem ursprünglichen Ort! Wir holen Leute, die zum Platz vor dem Roten Rathaus kommen, natürlich dort ab.


Flyer: Smash §218 // Gegen christlichen Fundamentalismus

September 8, 2008

Zum ausdrucken, weiterverteilen, mailen: unser Aufruf als Flyer. Den Rest des Beitrags lesen »


Abtreibungsverbot (§218) abschaffen / Gegen christlichen Fundamentalismus

September 2, 2008

Kundgebung: „Smash 218 // Gegen christlichen Fundamentalismus“

Am 20.09.2008, 11.30 Uhr auf dem Platz vor dem Roten Rathaus (Berlin, Neptunbrunnen)

Für den 20. September 2008 mobilisieren der Bundesverband Lebensrecht und einige andere Organisationen zu einem „Schweigemarsch“ mit dem Titel „1000 Kreuze für das Leben“. Wir rufen dazu auf, diesem laut und mit vielfältigen Aktionen entgegenzutreten.

Die beteiligten Gruppen dieses „Schweigemarsches“ bezeichnen sich als Lebenschützerinnen und Lebensschützer, bekannter sind sie unter „Pro Life“. Dabei geht es ihnen auf der Grundlage eines christlich-fundamentalistischen Weltbildes um das Verbot und die Bestrafung von Abtreibungen. Sie sprechen allen Frauen das Recht ab, über ihren Körper selbst zu bestimmen. Sie lehnen jeden Schwangerschaftsabbruch als „vorgeburtliche Kindstötung“ ab. Statistisch unhaltbare Angaben über die Anzahl der Abtreibungen in Deutschland sowie die von Lebensschützer_innen erfundene Krankheit „Post-Abortion-Syndrom“ sollen Frauen moralisch unter Druck setzen und einschüchtern, sowie den Staat dazu bringen, die Möglichkeit zum Schwangerschaftsabbruch weiter einzuschränken.

Im Gegensatz zu einer verbreiteten Meinung ist Schwangerschaftsabbruch in Deutschland weiterhin eine Straftat, die nur unter bestimmten Voraussetzungen nicht strafrechtlich verfolgt wird. So z.B. wenn Embryo oder Frau medizinisch bzw. gesellschaftlich nicht den körperlichen oder geistigen Normen entsprechen – diese Regelung kann als Form der Eugenik angesehen werden. Nachdem 1995 der §218 im Strafgesetzbuch letztmalig neu geregelt wurde, brach die Debatte um Abtreibung in Deutschland ab. Wir fordern hingegen weiterhin, dass jede Frau selbst über einen Schwangerschaftsabbruch entscheiden kann. Wir wollen eine Gesellschaft, in der Abtreibungen kein gesundheitliches, rechtliches oder ökonomisches Problem für Frauen darstellen und ohne Eingriff oder die Belehrung des Staates und der Angst vor dem moralischen Stigma zugänglich sind.

Die so genannten Lebensschützer_innen sind Teil des christlichen Fundamentalismus in Deutschland. Wie alle religiösen Fundamentalismen arbeiten auch sie hin auf eine gesellschaftliche Dominanz ihrer Dogmen, etwa Familienzentriertheit, Heterosexualität, Schicksals- und Obrigkeitsergebenheit. Ihr diesjähriger Auftritt in Berlin gewinnt auch deshalb an Relevanz, weil er von der im Januar 2008 gegründeten AUF-Partei (Arbeit, Umwelt und Familie) unterstützt wird. Sie will mit Großkampagnen nach dem Vorbild christlicher Fundamentalist_innen in den USA, Südamerika und Afrika auftreten. In den USA beinhalten die „Kampagnen“ unter anderem Blockaden von Kliniken, aber auch gewalttätige Übergriffe gegen sowohl Ärzt_innen als auch Frauen, die abtreiben wollen. Auch in Deutschland und Österreich werden Frauen, die Abtreibungskliniken aufsuchen, heute bereits durch „Gehsteigberatung“ eingeschüchtert und bedrängt und Ärzt_innen als „Massentöter“ diffamiert. Der „Schweigemarsch“ in Berlin wird der erste öffentliche Auftritt für die AUF-Partei sein.

Weder christliche Moralvorstellungen noch staatliche Zugriffe dürfen über das Leben und die Körper von Menschen bestimmen.

Deshalb rufen wir dazu auf, die Inszenierung der sog. Lebensschützer_innen als „Schweige- und Trauermarsch“ (dunkle Kleidung und weiße Kreuze) zu stören (bunte Kleidung und emanzipatorische Sprüche).

Aufrufer_innen:

a.g. gender-killer, ak linker feminismus, ANA – autonome Antifa Neukölln, Antifaschistisches Bündnis Süd-Ost [ABSO], Antisexismusbündnis Berlin, Antisexistische Praxen-Konferenz II, f.a.q. antisexistischer Infoladen, feministische FrauenLesbenListe FU Berlin, Forschungsgruppe Christlicher Fundamentalismus, Frauen- und Queer-Referate AStA TU Berlin, GAP Berlin, LISA 2 Marburg, LAK Shalom Berlin der Linksjugend ['solid], pro familia (Landesverband Berlin), Schwarzer Kanal


Veranstaltungsreihe zu Abtreibungsrechten und christlichem Fundamentalismus

September 1, 2008

In den kommenden Monaten wollen wir euch über Abtreibung im internationalen Kontext und christlichen Fundamentalismus hier und anderswo informieren. Den Anfang machen wir mit einer Preview des Films „Abortion Democracy“ von Sarah Diehl. Hier geht es um Schwangerschaftsabbrüche und Debatten darum in Südafrika und Polen. Anfang Oktober geht es um „Pro Life“  und den Einfluss christlicher Fundamentalist_innen auf reproduktive Rechte.  Für November planen wir eine Veranstaltung zum § 218 mit Gisela Notz.  Mehr dazu unter Termine.

Preview: Abortion Democracy

17.09.08 19.00 Uhr K9 (Kinzigstr. 9, Berlin-Friedrichshain)

http://www.abortion-democracy.de/

Pro-Life und christlich-fundamentalistische Abtreibungsgegner_innen

08.10.2008, 19.00 Uhr, K9 (Kinzigstraße 9, Berlin-Friedrichshain)