Protest for abortion rights in Ireland. International day of action and protests at Irish embassies & consulates worldwide.

Internationaler Aktionstag gegen das irische Abtreibungsverbot: 28.10. 17.00 Uhr Brandenburger Tor, Berlin, am 2. Todestag von Savita Halapannavar

BERLIN, 5pm, October 28, Brandenburg Gate.

Berlin Irish Pro Choice Solidarity call for the repeal of the 8th amendment of the Irish Constitution.

Berlin Irish Pro Choice Solidarity are Irish Berlin-based activists, campaigning for a liberalisation of Ireland’s (North and South) highly restrictive abortion laws.

Last July, the chair of the United Nations Human Rights committee said that Irish abortion law treats women as a “vessel and nothing more”.

Every year at least 5,000 women leave Ireland every year at huge personal and financial cost to procure a termination in the UK or further afield.

Marginalised women (asylum-seekers, women of lower socio-economic status, women with certain disabilities, etc.) have to bear the full burden of the State’s abortion ban, whereas privileged women may circumvent it, but often at a significant financial and emotional cost.

One such case occured merely a few months ago in Ireland. A raped, suicidal, pregnant asylum seeker was denied a termination in the 8th week. She protested this by going on hunger strike but was force-fed and a caesarian section was performed in the 25th week.

Two years ago this month, Savita Halapannavar, a dentist from India. 17 weeks pregnant, made requests for termination as she was in severe pain and miscarrying an unviable foetus. She died as a result of this on October 28 2012 – a death that could have easily been avoided if there had been clear, practicable legislation in place.

On October 28th 2014, the second anniversary of the death of Savita Halapannavar we will mark this tragedy with a protest at 5pm at the Brandenburg Gate in Berlin. Abortion is still illegal in Ireland and it is likely that more women will suffer if not die because of this ban.

We demand that Ireland bring its laws on abortion in line with internationally recognised human rights norms and European Court of Human Rights rulings.We ask for your support in pressurising the Irish government to do so.If they don’t repeal the 8th amendment we support the demand for a referendum in spring 2015.

Thanks to local organisations Linksjugend ['solid] Berlin Kreuzkölln and the International Activist Network for their help in coordinating this protest in solidarity with the ROSA international day of activism to repeal the 8th referendum.

https://www.facebook.com/events/1541656259403754/

Please feel free to contribute any creative ideas you may have! We will meet Wednesday (Oct 22), at K-Fetisch, Wildenbruchstrasse 86 (Neukoelln) at 6pm if you would like to work with us.

Veranstaltung morgen im Café Cralle

Ob “gesunde” Kinder oder keine, entscheiden wir alleine?! – Diskussion zum Verhältnis von Forderungen für ein Recht auf Abtreibung und gegen vorgeburtliche Auslese und Auswertung der Proteste

14. Oktober 19:30 Café Cralle, Hochstädterstr. 10a, 13347 Berlin

1500 Menschen waren auf der Gegendemo zum diesjährigen “Marsch für das Leben”. Wir werten das als Erfolg!
Neben der Disskussion zum Verhältnis von Forderungen für ein Recht auf Abtreibung und gegen vorgeburtliche Auslese, soll die Veranstaltung Raum bieten Auswertung und Nachbereitung der diesjährigen Gegenproteste.

In den 1970ern ging die sogenannte zweite Frauenbewegung unter dem Slogan “Mein Bauch gehört mir” für ein Selbstbestimmungsrecht über den eigenen Körper auf die Straße. Sie forderte eine Abschaffung des § 218, der Abtreibung bis heute kriminalisiert.

Mit Selbstbestimmung argumentieren heute auch Forscher_innen, die sich für die Entwicklung und Verbesserung vorgeburtlicher Diagnoseverfahren einsetzen, die genetische Schäden von
Embryonen früh erkennen und so eine “selbstbestimmte Entscheidung” für oder gegen ein behindertes Kind ermöglichen sollen. Selbsternannte Lebensschützer verurteilen das als behindertenfeindlich und treten für ein Recht auf Leben ab der Zeugung ein – und damit für ein Verbot von Schwangerschaftsabbrüchen. Ihre zentrale Veranstaltung – der “Marsch für das Leben” – findet jedes Jahr im September in Berlin mit mehreren tausend TeilnehmerInnen statt.
Die Gegen-Mobilisierungen beziehen sich wie damals vor allem auf ein körper-liches Selbstbestimmungsrecht und nehmen wenig in den Blick, welche Fallstricke dies in Bezug auf vorgeburtliche Auslese bedeuten kann. Eine feministische Position muss unserer Ansicht nach beides leisten: Für ein Recht auf Schwangerschaftsabbruch eintreten und gleichzeitig vorgeburtliche Auslese ablehnen. Wie das aussehen könnte, wollen wir mit euch anhand von vorläufigen Thesen auf der Veranstaltung diskutieren.

Veröffentlicht unter Allgemein

Analyse vom apabiz zum diesjährigen ‘Marsch für das Leben’

Der Marsch verlief dadurch nicht so reibungslos wie gewohnt, denn die Polizei musste immer wieder Menschen von der Straße räumen. Die Marschierenden wurden fast durchgehend von der Auftaktkundgebung am Bundeskanzleramt bis zum Berliner Lustgarten, wo der abschließende Gottesdienst stattfand, von feministischem Protest in Form von Parolen, Plakaten und Farbpulver begleitet. Zeitweilig vermischten sich Marsch und Protest zu einem unübersichtlichen Durcheinander inklusive Samba-Gruppe, was bei manchen ChristInnen ein ungläubiges Staunen auf den Gesichtern hinterließ…

Der BVL baute in dem sorgsam orchestrierten Marsch zunehmend die eigene Positionierung zu bioethischen Fragen unserer Zeit aus, was sich in den Reden als auch in der Optik des Marsches widerspiegelte: Mindestens zwei Drittel der aufwendigen und den Marsch dominierenden Schilder vom BVL behandeln inzwischen nicht mehr nur explizit Abtreibung, sondern beziehen sich auf Sterbehilfe oder die Selektion von als „behindert“ diagnostizierten Föten durch PID und PND….

mehr bei Berlin rechtsaußen

Und in der Jungle World ein Interview mit den Leuten vom apabiz und Autor*innen des sehr empfehlenswerten aktuellen Buches “Deutschland schafft sich ab”

Fernsehtip: heute show von Gestern

Nach etwas müden Witzen über kappute Bundeswehrhubschrauber, Ursula von der Leyen und Pflaumenkuchen drehte die heute show von gestern Nacht auf den letzten 10 Minuten richtig auf.

Wer es noch nicht mitbekommen hat: Es war ein Team der heute show beim “Marsch für das Leben” am vergangenen Samstag um für einen Beitrag zu drehen. Wie Hubert Hüppe, der ehemalige Behindertenbeauftragte der Bundesregierung, gegenüber idea.de behauptete, “hatten ihn zuvor [also während des Marsches] bereits zwei Gegendemonstranten geschlagen. Beide seien Mitarbeiter der ZDF-Satiresendung ‘Heute-Show'”.  Mittlerweile ist die Angabe auf der Seite auf “geschubst und angerempelt” geändert worden, was schon zeigt, dass sich da jemand wohl zu weit aus dem Fenster gelehnt hat. Das ZDF hatte die Vorwürfe zurückgewiesen.

Es ist jedenfalls eine Freude mitanzusehen, wie die ach so friedvollen und toleranten Christ*innen vorgeführt werden und mal sagen dürfen was sie wirklich denken…

Luxemburg 2/2014 zu politischer Religion ist erschienen

Vielleicht als Nachklapp zum “Marsch für das Leben” vom vergangenen Wochende ganz interessant, gerade weil ja auch immer wieder kritisiert wird, bei den Protesten gäbe es zuwenig, neine verkürzte oder falsche Religionskritik. Es gibt keinen expliziten Artikel zu Fundi-Christ*innen in ihrer Funktion als Abtreibungsgegner*innen, aber die Überschrift des Artikels von Christoph Lammers “Ziemlich falsche Freunde. Wie rechtsreligiöse Strömungen auch in Deutschland Fuß fassen” sieht schon mal ganz vielversprechend aus. Die Luxemburg gibt es seit diesem Jahr umsonst, wegen ‘Commons’, Teile der Artikel sind sowieso online zugänglich aber man kann sich die LuXemburg 02/14 auch zuschicken lassen.

Neuer nordirischer Gesundheitminister gegen Abtreibung nach Vergewaltigung!

meldet der Guardian:

Northern Ireland’s new health minister is a Democratic Unionist party assembly member who believes that women made pregnant through rape should not be allowed an abortion.

The first minister, Peter Robinson, appointed Jim Wells, the DUP member for South Down in the regional parliament, to take up the devolved health portfolio as part of a cabinet reshuffle on Tuesday.

Two years ago Wells said that he opposed Northern Ireland’s abortion laws being changed so that rape victims could get a termination in local hospitals.

In an interview on a local radio station in August 2012, Wells said the ban in Northern Ireland on most abortions must be upheld – even in instances of rape.