neue Lotta: Schwerpunkt zu christlichem Fundamentalismus

Oktober 23, 2009

Der Schwerpunkt der LOTTA, einer antifaschistischen Zeitung aus NRW ist in der neuen Nr. 36: Christlicher Fundamentalismus und die kirchliche Rechte. Einige Sätze aus dem Editorial: „Sowohl in der evangelischen als auch in der katholischen Kirche kämpfen rechte Kreise gegen das Vordringen der Moderne. Mehrere Regionen in NRW können als Schwerpunktgebiete des rechtsgerichteten Christentums gelten. Gründe genug, um einmal genauer hinter die Kulissen zu schauen.“

Einige Artikel sind online zu lesen, ansonsten gibt es die Zeitung in jedem gut sortierten linken Buch- oder Infoladen. An dieser Stelle sehr empfohlen!


Rat der evangelischen Kirche beklagt Berichterstattung über Evangelikale

September 8, 2009

Der Rat der Evangelischen Kirche Deutschlands (EKD) hat in einer Pressemitteilung die Berichterstattung der letzten Monate über Evangelikale als „fragwürdig“ und „verzerrt“ bezeichnet. Inkriminiert wird besonders ein Bericht des ZDF-Politikmagazins Frontal 21 vom 4.08.2009 mit dem Titel „Sterben für Jesus – Missionieren als Abenteuer“. Frontal 21 geht in diesem Bericht dem Tod zweier junger Frauen nach: Den Rest des Beitrags lesen »


Die Christenfundis und das fünfte Gebot

Juli 14, 2009

Der NDR berichtet in der Sendung ZAPP über Einschüchterungsversuche gegenüber Journalisten durch Evangelikale. Der Schülerzeitungsredakteur Hannes Grosch, der sich kritisch mit dem Christival in Bremen auseiandersetzte, war einer regelrechten Hetzkampagne bis hin zu Morddrohungen ausgesetzt. Den Rest des Beitrags lesen »


Buchvorstellung: Mission Gottesreich

Juli 14, 2009

Im Deutschlandfunk gab es am 13.07. einen sehr hörenswerten Beitrag über das neu erschienene Buch „Mission Gottesreich – Fundamentalistische Christen in Deutschland“ von Oda Lambrecht und Christian Baars, erschienen im Ch. Links Verlag: Den Rest des Beitrags lesen »


Pressemitteilung des Bündnisses „Kein Raum für Sexismus, Homophobie und religiösen Fundamentalismus“: Protest gegen evangelikalen Kongress in Marburg

April 14, 2009

Im folgenden dokumentieren wir die Pressemitteilung des Bündnisses „Kein Raum für Sexismus, Homophobie und religiösen Fundamentalismus“:

Vom 20.-24. Mai 2009 soll in Marburg der „6. Internationale Kongress für Psychotherapie und Seelsorge“ statt finden. Organisiert von evangelikalen Gruppierungen sind unter dem Motto „Begegnung zwischen Psychotherapie und christlicher Seelsorge in Wissenschaft und Praxis“ über hundert Workshops geplant, die sich unter anderem mit Themen aus dem Bereich Sexualität und Identität beschäftigen. Unter dem Deckmantel der Wissenschaft verbreiten einzelne ReferentInnen ein konservatives Bild von der heterosexuellen Ehe als einzigem Lebensmodell und stigmatisieren Homosexualität als krankhaft und nicht erwünscht.
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Abtreibungsverbot (§218) abschaffen / Gegen christlichen Fundamentalismus

September 2, 2008

Kundgebung: „Smash 218 // Gegen christlichen Fundamentalismus“

Am 20.09.2008, 11.30 Uhr auf dem Platz vor dem Roten Rathaus (Berlin, Neptunbrunnen)

Für den 20. September 2008 mobilisieren der Bundesverband Lebensrecht und einige andere Organisationen zu einem „Schweigemarsch“ mit dem Titel „1000 Kreuze für das Leben“. Wir rufen dazu auf, diesem laut und mit vielfältigen Aktionen entgegenzutreten.

Die beteiligten Gruppen dieses „Schweigemarsches“ bezeichnen sich als Lebenschützerinnen und Lebensschützer, bekannter sind sie unter „Pro Life“. Dabei geht es ihnen auf der Grundlage eines christlich-fundamentalistischen Weltbildes um das Verbot und die Bestrafung von Abtreibungen. Sie sprechen allen Frauen das Recht ab, über ihren Körper selbst zu bestimmen. Sie lehnen jeden Schwangerschaftsabbruch als „vorgeburtliche Kindstötung“ ab. Statistisch unhaltbare Angaben über die Anzahl der Abtreibungen in Deutschland sowie die von Lebensschützer_innen erfundene Krankheit „Post-Abortion-Syndrom“ sollen Frauen moralisch unter Druck setzen und einschüchtern, sowie den Staat dazu bringen, die Möglichkeit zum Schwangerschaftsabbruch weiter einzuschränken.

Im Gegensatz zu einer verbreiteten Meinung ist Schwangerschaftsabbruch in Deutschland weiterhin eine Straftat, die nur unter bestimmten Voraussetzungen nicht strafrechtlich verfolgt wird. So z.B. wenn Embryo oder Frau medizinisch bzw. gesellschaftlich nicht den körperlichen oder geistigen Normen entsprechen – diese Regelung kann als Form der Eugenik angesehen werden. Nachdem 1995 der §218 im Strafgesetzbuch letztmalig neu geregelt wurde, brach die Debatte um Abtreibung in Deutschland ab. Wir fordern hingegen weiterhin, dass jede Frau selbst über einen Schwangerschaftsabbruch entscheiden kann. Wir wollen eine Gesellschaft, in der Abtreibungen kein gesundheitliches, rechtliches oder ökonomisches Problem für Frauen darstellen und ohne Eingriff oder die Belehrung des Staates und der Angst vor dem moralischen Stigma zugänglich sind.

Die so genannten Lebensschützer_innen sind Teil des christlichen Fundamentalismus in Deutschland. Wie alle religiösen Fundamentalismen arbeiten auch sie hin auf eine gesellschaftliche Dominanz ihrer Dogmen, etwa Familienzentriertheit, Heterosexualität, Schicksals- und Obrigkeitsergebenheit. Ihr diesjähriger Auftritt in Berlin gewinnt auch deshalb an Relevanz, weil er von der im Januar 2008 gegründeten AUF-Partei (Arbeit, Umwelt und Familie) unterstützt wird. Sie will mit Großkampagnen nach dem Vorbild christlicher Fundamentalist_innen in den USA, Südamerika und Afrika auftreten. In den USA beinhalten die „Kampagnen“ unter anderem Blockaden von Kliniken, aber auch gewalttätige Übergriffe gegen sowohl Ärzt_innen als auch Frauen, die abtreiben wollen. Auch in Deutschland und Österreich werden Frauen, die Abtreibungskliniken aufsuchen, heute bereits durch „Gehsteigberatung“ eingeschüchtert und bedrängt und Ärzt_innen als „Massentöter“ diffamiert. Der „Schweigemarsch“ in Berlin wird der erste öffentliche Auftritt für die AUF-Partei sein.

Weder christliche Moralvorstellungen noch staatliche Zugriffe dürfen über das Leben und die Körper von Menschen bestimmen.

Deshalb rufen wir dazu auf, die Inszenierung der sog. Lebensschützer_innen als „Schweige- und Trauermarsch“ (dunkle Kleidung und weiße Kreuze) zu stören (bunte Kleidung und emanzipatorische Sprüche).

Aufrufer_innen:

a.g. gender-killer, ak linker feminismus, ANA – autonome Antifa Neukölln, Antifaschistisches Bündnis Süd-Ost [ABSO], Antisexismusbündnis Berlin, Antisexistische Praxen-Konferenz II, f.a.q. antisexistischer Infoladen, feministische FrauenLesbenListe FU Berlin, Forschungsgruppe Christlicher Fundamentalismus, Frauen- und Queer-Referate AStA TU Berlin, GAP Berlin, LISA 2 Marburg, LAK Shalom Berlin der Linksjugend ['solid], pro familia (Landesverband Berlin), Schwarzer Kanal