Gestern gab es auf Deutschlandfunk ein Radiofeature zu Women on Waves, die auf einem Schiff in internationalen Gewässern Abtreibungen durchführen: „Wo die Frauen von Women on Waves anlegen, wird nicht selten gegen sie protestiert, sehen sie sich Anfeindungen und Bedrohungen gegenüber. Denn auf ihrem Schiff werben sie für das Recht einer jeden Frau, legal und sicher abtreiben zu können.“
OT: Ukrainische Studentinnen protestieren gegen Sexismus
November 20, 2009Mit einer drastischen Inzenierung protestierten ukrainische Feministinnen von FEMEN gegen Professoren, Wohnheimdirektoren u.ä., die auf Grund ihrer Machtposition sexuelle Gefügigkeit einfordern. Bei Spiegel online gibt es ein Video dazu.
Graz: Frühschoppen gegen Abtreibungsgegner_innen – morgen
November 6, 2009Unter dem Motto „Frauenrechte müssen her, Pro Life keinen Fußbreit mehr!“ findet am Samstag, den 07.11. um 09:15 Uhr auf dem Schlossbergplatz in Graz ein Frühschoppen gegen die militanten Abtreibungsgegner_innen der HLI statt. Anlass ist der Aufruf der HLI zu einer sogenannten „Gebetsprozession“ durch die Grazer Innenstatt zu einer Arztpraxis, in der Abtreibungen vorgenommen werden.
Hier ist der Aufruf mit Hintergründen zur HLI.
Diese Aktion hatte es auch schon im September und im Juni gegeben.
Peru: Zusammenstöße wegen liberalerem Abtreibungsgesetz
November 2, 2009Die aktuelle Debatte um eine Liberalisierung des peruanischen Abtreibungsgesetzes hat heftige Kontroversen ausgelöst. DEMUS, eine feministische Organization, geht laut livinginperu.com davon auf, dass es jedes Jahr zu 376,000 illegalen Abtreibungen in Peru kommt, was die höchste Rate in Lateinamerika ist. Das bestehende Gesetz soll so geändert werden, dass Abtreibungen nach Vergewaltigung, bei schweren Mißbildungen des Fötus und Inzest erlaubt werden soll. Zur Zeit ist eine Abtreibung nur möglich, wenn das Leben oder die Gesundheit der Frau in Gefahr sind. Dagegen hat sich bereits der peruannische Justizminister, Aurelio Pastor, ausgesprochen, da die Verfassung das „ungeborene Leben“ schütze.
Im Oktober wurde der Gesetzesvorschlag von einer eigens dafür eingesetzten Kommission bestätigt, was den Weg zum Kongress freimacht. Während dieser Sitzung kam es laut BBC zu Protesten von tausenden Personen beider Fraktionen außerhalb des Gebäudes, wogegen die Polizei einschritt. Amnesty International begrüsste die geplante Gesetzesliberalisierung: „A woman or girl child who has already had her human rights violated as a result of rape, sexual assault or incest must not then have her rights further violated by being criminalised for seeking an abortion in the case of a pregnancy resulting from the original abuse.“
München: Berichte Pro Choice Demo am 24.10.
Oktober 26, 2009Am Samstag fand in München eine Demonstration für das Recht auf Abtreibung und Aktionen gegen den „1000-Kreuze-Marsch“ der selbsternannten Lebensschützer statt. 400 bis 500 Leute auf der Demonstration „MY BODY MY CHOICE“ durch den Münchener Stadtteil Westend. Gute Stimmung. Ein Kurzbericht.
Ein weiterer Bericht mit Fotos.
Ein weiterer Bericht von luzi-m.
Und hier mal alle Erfolge aufgelistet
Das Münchner Bündnis weist auch darauf hin, dass auch dieses Jahr wieder eine größere Gruppe Nazis in dem „1000 Kreuze Marsch“ mitliefen, darunter Willi Wiener von der NPD.
Auf der Demo gehaltene Redebeiträge:
SDAJ
KOFRA
Antifa NT
ASAB_M
aus Innsbruck
und das Grußwort aus Berlin vom Bündnis gegen Abtreibungsverbot und christlichen Fundamentalismus: Den Rest des Beitrags lesen »
neue Lotta: Schwerpunkt zu christlichem Fundamentalismus
Oktober 23, 2009Der Schwerpunkt der LOTTA, einer antifaschistischen Zeitung aus NRW ist in der neuen Nr. 36: Christlicher Fundamentalismus und die kirchliche Rechte. Einige Sätze aus dem Editorial: „Sowohl in der evangelischen als auch in der katholischen Kirche kämpfen rechte Kreise gegen das Vordringen der Moderne. Mehrere Regionen in NRW können als Schwerpunktgebiete des rechtsgerichteten Christentums gelten. Gründe genug, um einmal genauer hinter die Kulissen zu schauen.“
Einige Artikel sind online zu lesen, ansonsten gibt es die Zeitung in jedem gut sortierten linken Buch- oder Infoladen. An dieser Stelle sehr empfohlen!
München: keine Messe
Oktober 20, 2009wird es am 24.10. für die Abtreibungsgegner_innen geben. Nachdem beim letztjährigen Münchner „1000 Kreuze Marsch“ Nazis mitgelaufen waren, distanzierte sich nun die Erzdiözese München und Freising von der diesjährigen Aktion, um sich „nicht von Neonazis vor den Karren spannen“ zu lassen. Daher ist den Teilnehmern der Veranstaltung die Nutzung des Kirchenraums der Pfarrei St. Paul und anderer Kirchenräume nicht gestattet. Damit fällt auch der Plan flach, die Kreuze auf Kirchengelände ausgeben zu lassen, das einfacher von Störer_innen freigehalten werden kann.
Allerdings wird behauptet, die Rechtsextremen hätten letztes Jahr die Veranstaltung unterwandert und für ihre Zwecke missbrauch. Der Polizei sei es auf Grund des Versammlungsgesetzes nicht möglich gewesen, die Nazis von dem „Marsch“ zu entfernen. Fakt ist jedoch, dass sich die „Freien Nationalisten München“ letztes Jahr im Vorhinein offiziell angekündigt hatten und der Veranstalter (EuroProLife) nichts dagegen hatte. Sie wiesen zwar darauf hin, dass der Marsch als »Gebetsprozession« zu betrachten sei, fühlten sich aber ansonsten zu keiner Distanzierung von den Nazis veranlasst. Diese gab es erst im Nachhinein.
letze info: Auf der Seite der „Lebensschützer“ ist die Rede davon, dass nur ihre Messe verschoben wird, die Kreuzausgabe aber um 15 Uhr wie geplant vor St. Paul stattfinden soll.
Hier ist der Ablaufplan der Antisexist_innen.
Spanien: Abtreibungsgegner_innen auf der Strasse
Oktober 18, 2009Am gestrigen Samstag demonstrierten Abtreibungsgegner_innen in Madrid gegen eine von der PSOE-Regierung projektierte Liberalisierung des Abtreibungsgesetzes. Laut den Organisator_innen nahmen knapp 2 Milionen Menschen an der Demonstration teil. Schätzungen der Nachrichtenagentur Efe gehen allerdings nur von etwas über 55.000 Teilnehmer_innen aus. Wie „die.standard“ berichtete, waren sogar drei Flugzeuge sowie 600 Busse gechartert worden, um Menschen aus allen Teilen Spaniens in die Hauptstadt zu bringen. Zu dem Protest unter dem Motto „Cada vida importa“ („Jedes Leben zählt“) hatten42 Organisationen aufgerufen, darunter „La CONCAPA“, das „Foro de la Familia“, „Hazte Oír“ und die katholische Bischofskonferenz. Den Rest des Beitrags lesen »
München: Anti-Abtreibungsgegner_innen-Spaziergang
Oktober 11, 2009Gestern trafen sich in München ca. 30 Menschen auf dem Georg-Freundorfer-Platz im Münchner Westend, um zum Einen einen Informationsspaziergang durch die direkte Nachbarschaft von „Mutterhaus“ und ambulanter Tagesklinik zu unternehmen, und zum Anderen um zu den Protesten gegen den „1000-Kreuze-Marsch“ zu mobilisieren. Die Stimmung der Spaziergänger_Innen war fröhlich und entspannt, es wurden verschiedene Flyer an Passant_Innen verteilt und durch Parolen auf das Thema aufmerksam gemacht. Mehr zu der Aktion gestern und zum 24.10., der Mobilisierung gegen den „1000 Kreuze Marsch“.
Münster: Repression gegen Aktivist_innen
September 28, 2009In Münster gab es am 14. März auch einen Marsch von Abtreibungsgegner_innen. Dieser wurde erfolgreich gestört. Gegen mehr als die Hälfte der Protestierer_innen sind nun Ermittlungsverfahren eingeleitet worden. Wir sagen: Solidarität nach Münster! Lasst Euch nicht einschüchtern!
Hier ist die Pressemitteilung der Betroffenen: Den Rest des Beitrags lesen »
Verfasst von lira5
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