Termine

Veranstaltungen 2013

10. Oktober – 19 Uhr
k-fetisch, Wildenbruchstr 86, 12045 Berlin, barrierefrei

Rebecca Maskos: Hauptsache gesund! Behinderung und Ableism
Behinderte sind ja Menschen wie Du und ich und sollten überall dabei sein – und jetzt gibt es ja diese Inklusion, da ist das ja sowieso klar. Etwas in der Art unterschreiben wahrscheinlich die meisten Leute ohne Probleme. Wenn es aber um den Gedanken geht, selbst behindert werden zu können oder gar ein behindertes Kind zu bekommen hört die Akzeptanz auf. Behindertsein ist eine Katastrophenvorstellung für die meisten und das eigene Kind, das soll in erster Linie normal und am besten auch noch fit und leistungsfähig sein.
Warum ist Behinderung eigentlich so ein gesellschaftliches Problem? Welche schrägen Vorstellungen gibt es über „die Behinderten“, und warum halten die sich so hartnäckig? Und woher könnte die Abwehrhaltung gegenüber Behinderung kommen? Solche Fragen sollen auf der Veranstaltung diskutiert werden.

21. Oktober – 19 Uhr
Café Größenwahn in der K9- Kinzigstr. 9 (Friedrichshain)
Femen, ein einziger Höhenflug des medialen Erfolgs. Tausende Likes auf Facebook und Interviews ohne das ein Ende in Sicht ist. Wer ist diese Gruppe deren Name öfter gegoogelt wird als Feminism, die sich selbst als die globale Frauen*bewegung des 3. Jahrtausends bezeichnen?

In diesem Vortrag wollen wir uns u.a. damit Auseinandersetzen, wie Femen historisch-gesellschaftlich verortet sind, sich organisieren und welche Auswirkungen ihr Aktivismus für andere feministische Gruppen hat. Außerdem beschäftigen wir uns mit den von ihnen erzeugten Bildern und welche der vielfach geäußerten Kritik (nicht) gerechtfertig ist.

/Input von der Gruppe e*vibes mit anschließender Diskussion./

19. September – 19 Uhr
k-fetisch, Wildenbruchstr 86, 12045 Berlin, barrierefrei

“Mutter oder Mörderin”? Evangelikale und ihr Welt- und Frauenbild“Wenn Mütter töten, stirbt die Welt”, singt ein evangelikaler Liedermacher gern. Denn “Massenmord an Unschuldigen” durch Abtreibung ist eines der Hauptkampffelder christlicher Hardliner weltweit. Einmal im Jahr treffen sie sich zum “Marsch für das Leben” in Berlin. Sünderinnen sollen auch im irdischen Leben nicht ungeschoren davon kommen, deshalb fordern Lebensschützer das Ende des straffreien Schwangerschaftsabbruchs. Selbstbestimmungsrechte von Frauen? – Egal. Denn es geht um die Durchsetzung eines religiösen Dogmas: Gott soll über den Beginn und das Ende des Lebens entscheiden und nicht der Mensch. Deshalb sind Lebensschützer auch gegen Pränataldiagnostik und Sterbehilfe.

Religiöse Spinner aus dem Abseits? Weit gefehlt, denn die Lebenschützer finden Unterstützung in der Breite: Die Bahn verkauft Billigtickets zum “Marsch für das Leben”, und die wirklich Frommen aus der CDU-Bundestagsfraktion schicken genauso Grußworte wie die Oberen der beiden großen Kirchen.

Abtreibung wird von Lebensschützern oft als “Massenmord” oder auch mal als “neuer Holocaust” bezeichnet und Pränataldiognostik und Sterbehilfe gelten ihnen als “Euthanasie”. Die Assoziation mit dem Nationalsozialismus, um den vor über zehn Jahren mühsam austarierten Kompromiss zum Schwangerschaftsabbruch in Frage zu stellen, ist gewollt. Für Argumente aus der rechten Ecke ist man sich aber auch nicht zu schade. Die Schlachten von gestern werden insbesondere in stark von Abwanderung betroffenen Regionen vor dem Hintergrund der schwierigen demografischen Entwicklung geführt: Die Deutschen stürben aus, wird proklamiert, und deutsche Frauen sollten es zwangsweise ausbaden.

Referentin: Jennifer Stange (Journalistin u.a. für taz und Jungle World)
Moderation: Fabian Kunow

19. September 2013: 20 Uhr
Filmabend: “Whatever works – Liebe sich wer kann”
Danziger Straße 50, 10435 Berlin
von pro youth – Jugendpartizipationsprojekt der pro familia Berlin und den Jungen Humanist_innen Berlin

Donnerstag, 15.8.2013: 20 Uhr
Infoabend mit anschließendem Cocktailtresen
im Projektraum H48, Neukölln (U8-Boddinstrasse)
Hermannstrasse 48 (vorne klingeln!), 2.HH, 1.OG, Aufzug

“Marsch für das Leben” – What the fuck!
Gegen christlichen Fundamentalismus und Abtreibungsverbot!

Für den 21. September 2013 mobilisieren christliche Fundamentalist_innen
und andere Abtreibungsgegner_innen zu einem so genannten “Marsch für das
Leben” in Berlin. Damit demonstrieren sie für ein generelles Verbot von
Abtreibungen und etikettieren dies als “Lebensschutz”.

Wir werden am 21. September auf der Straße sein, um gegen den Marsch der
Abtreibungsgegner_innen zu protestieren. Denn was wir mit unseren Körpern
tun oder lassen ist alleine unsere Entscheidung.

Bei der circa 45-minütigen Veranstaltung wird kurz auf die Geschichte des
§ 218 (Abtreibungsverbot) eingegangen. Außerdem werden Argumentation und
Strukturen der Abtreibungsgegner_innen beleuchtet. Abgerundet wird der
Vortrag durch Bilder und Videos von den Protesten der letzten Jahre.
Außerdem gibt es erste Informationen über die diesjährigen Proteste.

26. August 2013 – 19:00 Uhr
Filmvorführung und Diskussion
Sarah Diehl „Abortion Democracy: Poland/South Africa“
Büro der Naturfreundejugend Berlin – Weichselstr. 13/14 (Neukölln), barrierefrei
(Der Film ist englisch mit deutschen Untertiteln)

5. September 2013 – 19:00 Uhr
Heinz-Jürgen Voß „Making Sex: auch biologisches Geschlecht ist gesellschaftlich gemacht“
Tante Horst – Oranienstraße 45 (Kreuzberg)
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10. September 2013 – 19:00 Uhr
k-fetisch, Wildenbruchstr 86, 12045 Berlin, barrierefrei
‘KEEP YOUR LAWS OFF MY BODY – Kämpfe um weibliche Selbstbestimmung und Abtreibung seit den 70er Jahren’
Film: Der lange Arm der Kaiserin mit anschließender Podiumsdiskussion
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18. September 2013 – 19:00 Uhr
Rebecca Pates „Über die Fabrikation von Zweigeschlechtlichkeit: Unternehmenskultur – Macht – Geschlecht“
JUP – Florastraße 84 (Pankow)
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18. September 2013 – Einlass 18:30 Uhr
Polymorphia – Die TerrorTuntenNacht
Dr. Gisela Wolf zu christlichen Konversionstherapien in der BRD und deren Ermöglichung durch das deutsche Gesundheitssystem mitTuntenshow im Nachhinein
SchwuZ – Mehringdamm 61, 10961 Berlin-Kreuzberg
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18. September 2013, 19 Uhr
Loft der Urania, An der Urania 17, 10787 Berlin, barrierefrei
Ist die sexuelle Selbstbestimmung von Frauen in Gefahr? Der Einfluss christlicher Fundamentalisten“ – Podiumsdiskussion
Kooperationsveranstaltung des Netzwerkes Sexuelle Selbstbestimmung, des Bildungswerkes Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung und der Urania Berlin

Mobi 2012 – Proteste und Veranstaltungen

Kundgebungen

Samstag, 22.09.2012

ab 12:30 Uhr: Otto-von-Bismarck-Allee Ecke Willi-Brandt-Straße (Nähe Kanzler_innen-Amt) > Nähe Auftaktkundgebung der Fundi-Christen

13:30 – 15:00 Uhr: Brandenburger Tor, Platz des 18. März (Kundgebung “Für Vielfalt und sexuelle Selbstbestimmung in Deutschland” vom Netzwerk Sexuelle Selbstbestimmung)  > wahrscheinlich nicht auf der Marsch-Route, kann als Zwischenstation genutzt werden

ab 14:00 Uhr: Bebelplatz/Unter den Linden > Nähe Endpunkt des Marsches der Fundi-Christen

Veranstaltungen

Achtung: Veranstaltung fällt leider aus! God is not great – Ein Streifzug durch die Ideengeschichte des Atheismus

Donnerstag, 20.09. 19.30 Uhr k-fetisch (Wildenbruchstraße 86, Neukölln, rollstuhlgerecht)
Wer oder was ist eigentlich dieser Gott? Schon seit Jahrhunderten zerbrechen sich kritische Geister den Kopf über diese und andere Fragen und tragen Argumente gegen den Gottesglauben zusammen. Angefangen von der Feuerbachschen Feststellung, die Gottesvorstellung sei nichts weiter als eine umgekehrte Projektion menschlicher Unzulänglichkeiten, über das plakative “Gott ist tot!” Nietzsches bis hin zu den “Neuen Atheisten” wie Richard Dawkins wird an diesem Abend ein kleiner Einblick in die Ideengeschichte des Atheismus gegeben.

Normalisierung der Selektion? Der neue Pränataltest in der Debatte

Dienstag, 25.09., 19.00 Uhr, Familiengarten, Oranienstr. 34 (1. Hof, U-Bahnhof Kottbusser Tor, Bus M 29, Zugang für RollifahrerInnen über den Aufzug)

In Kooperation mit dem Gen-ethischen Netzwerk Berlin
Ganz einfach soll es von nun an gehen: Bei dem neuen „Praena-Test“ einer Konstanzer Firma soll ein Tropfen Blut einer Schwangeren genügen, um das so genannte Down-Syndrom beim Embryo festzustellen.
Werden Schwangerschaften, bei denen eine Behinderung des Embryos diagnostiziert wird, bald routinemäßig beendet? Bisher werden invasive und riskante Methoden wie etwa die Fruchtwasseruntersuchung relativ spät in der Schwangerschaft eingesetzt, um nach chromosomalen oder genetischen Auffälligkeiten zu suchen. Das neue Verfahren, das seit Ende August auf dem Markt ist, ermöglicht es, zu einem sehr frühen Zeitpunkt in der Schwangerschaft DNA-Fragmente des Embryos aus dem Blut der Schwangeren zu isolieren und zu untersuchen. Derzeit beschränkt sich die Untersuchung auf das Down-Syndrom, aber das soll nicht so bleiben. Viele KritikerInnen der pränatalen Diagnostik fürchten nun, dass damit die letzten Hürden für die Selektion fallen.
Wir nehmen den neuen Test zum Anlass, nach eugenischen Hintergründen pränataler Diagnostik zu fragen. Dazu informieren wir unter anderem über die Forschung zu den neuen Tests und  beschäftigen uns mit den rechtlichen Rahmenbedingungen ihrer Anwendung. Vor allem aber hoffen wir auf eine rege Diskussion konkreter Möglichkeiten, Selektion und Normierung zu thematisieren und anzugreifen.

mit Uta Wagenmann (Gen-ethisches Netzwerk Berlin), N.N. und Gaby Frech (CARA Bremen)

„Deutschland treibt sich ab“ – Organisierter „Lebensschutz“ und Antifeminismus

Donnerstag, 06.09.2012, 19.00 Uhr, k-fetisch (Wil­den­bruch­stra­ße 86 Ecke We­ser­stra­ße, Neu­kölln, rollstuhlgerecht)
Inzwischen jährlich finden in verschiedenen Städten die sogenannten „Märsche für das Leben“ statt, an denen über 1000 Menschen teilnehmen. Der christliche Antifeminismus und die expliziten Anti-Abtreibungsorganisationen drängen auch in Berlin mit ihren Kampagnen in die Öffentlichkeit. Dabei können sie sich auf gesellschaftliche Diskurse berufen, die auch von anderen Gruppen bestimmt werden: Das rechtskonservative bis neurechte Spektrum von den „Christdemokraten für das Leben“ bis zur extrem rechten Zeitung Junge Freiheit sehen die Demografie-Politik und eine Restauration konservativer Werte und Familienbilder als ihr Agitationsfeld. Das religiöse Spektrum verteidigt eine vermeintlich natürliche, gottgewollte „christliche“ Ordnung. Die „Männerrechtsbewegung“ formiert sich im Kampf gegen Gender Mainstreaming und Feminismus.
In der Veranstaltung wollen wir nicht die einzelnen Neonazis in den Spektren herauspicken, sondern das antidemokratische Potenzial der Argumentationen herausarbeiten: Die Befürwortung eines homogenen Staatsvolkes, das biologistische Menschenbild, der Antikommunismus, Antifeminismus und der Angriff auf die 68er-Bewegung mit all seinen normierenden, ausschließenden und antiemanzipativen Forderungen.
Die Referent_innen sind Mitarbeiter_innen des apabiz e.V. – antifaschistisches Pressearchiv und Bildungszentrum Berlin – und beobachten neben der extremen Rechten in all ihren Facetten seit einigen Jahren auch die 1000-Kreuze-Märsche und das Spektrum des christlichen Antifeminismus genauer.

Wie gefährlich ist der christliche Fundamentalismus? Diskussionsveranstaltung.

Montag, 10.09. 19.00 Uhr, Tante Horst (Oranienstraße 45, Kreuzberg)
Seit Jahren wird gegen den “Marsch für das Leben” christlich-fundamentalistischer Abtreibungsgegnerinnen und -gegner demonstriert. Das ist notwendig, schon weil es eine der größten öffentlichen Veranstaltungen dieser Szene darstellt. Unumstritten ist, dass diese Szene für die Personen, die mit ihr in Kontakt kommen, gefährlich ist. Ihr Weltbild ist antifeminstisch, autoritär und grundlegend falsch. Aber: Wie gefährlich, einflussreich und groß ist eigentlich der christliche Fundamentalismus in Deutschland? Wird er regelmäßig unterschätzt oder überschätzt? Hat er Einfluss auf die öffentliche Meinung oder nicht? Sollten sich Linke, Feminist_innen u.a. emanzipatorische Stömungen öfter mit dem christlichen Fundamentalismus befassen oder reicht der jährliche Protest?
Die Veranstaltung zielt darauf, diese Fragen zu diskutieren. Meinungsbeiträge sind ausdrücklich erwünscht.

Aktuelle Entwicklungen im Abtreibungsrecht und in anderen reproduktiven Rechten in England und Deutschland

Samstag, 15.09., 10:00-11:30h, Antisexistische PraxenKonferenz, SFE im Mehringhof: Gneisenaustr. 2a, Aufgang 2. Hinterhof rechts, 3. OG (Aufzug), U-Bahnhof Mehringdamm (U6; U7)

International sind Abtreibungs- und andere reproduktive Rechte umkämpfte Felder. Auch in Deutschland und England zeigt sich, dass diese immer wieder neu verhandelt, angegriffen und verändert werden. Wir wollen mit Aktivist_innen über die jeweilige Situation in den beiden Ländern diskutieren und uns über emanzipatorische Gegenstrategien verständigen. Wie können wir nicht nur bereits erlangte Freiräume verteidigen, sondern auch darüber hinaus für mehr Selbstbestimmung über unsere Körper und Leben kämpfen?

Current challenges of abortion and other reproductive rights in England and Germany
Internationally abortion and other reproductive rights are challengened. Also in Germany and England attacks and (attempt) changes on those rights take place. We want to discuss with activists how the situation in both countries and how the counter actions from an emancipatory perspective look like. What practices can we share with each other to not just defend the rights we already have, but fight for more autonomy over our bodies and lifes?

„Hätt’ Maria abgetrieben, wär uns das erspart geblieben“ – Aktionsworkshop gegen den „Marsch für das Leben“

Samstag, 15.09., 15:30-17:30h, Antisexistische PraxenKonferenz, SFE im Mehringhof: Gneisenaustr. 2a, Aufgang 2. Hinterhof rechts, 3. OG (Aufzug), U-Bahnhof Mehringdamm (U6; U7)
Für den 22.9.2012 mobilisieren christliche Fundamentalist_innen wieder zu einem „Marsch für das Leben“ in Berlin und setzen sich damit für ein generelles Verbot von Abtreibungen ein. Wie in den vergangenen Jahren wollen wir die Abtreibungsgegner_innen nicht ungestört demonstrieren lassen! Damit die Gegenproteste kraftvoll, vielfältig und lustig werden, treffen wir uns, um gemeinsam kreativ zu sein: Transpis malen, Schilder basteln, andere Aktiönchen vorbereiten – lasst euren Ideen freien Lauf!

„Keep your rosaries off my ovaries“ – action workshop against the „march for life“
Christian fundamentalists are organizing a „march for life“ for september 22 in Berlin which supports a total ban on abortions. As in the recent years, we don’t want to let them demonstrate without counter protests. For that matter, we will meet and prepare our powerful, diverse and funny protests: we will paint banners, signboards and whatever the outcome of your ideas is.

Selbstbestimmung – Selektion – Neue Reproduktionstechnologien

Dienstag, 18.09, 19.00 Uhr, Familiengarten, Oranienstr. 34 (1. Hof, U-Bahnhof Kottbusser Tor, Bus M 29, Zugang für RollifahrerInnen über den Aufzug).

In Kooperation mit dem Gen-ethischen Netzwerk Berlin
Reproduktionstechnologien werden in der BRD zunehmend legalisiert und verändern den Umgang mit Schwangerschaft sowie die gesellschaftlichen Vorstellungen von gewünschten Kindern. Die medizinischen, rechtlichen und gesellschaftlichen Aspekte dieser Veränderungen werden wir uns auf der Veranstaltung unter dem Blickwinkel der Selbstbestimmung anschauen. Außerdem möchten wir die Zusammenhänge und Unterschiede zwischen Euthanasie-Programmen und den neuen Selektions-Technologien diskutieren.

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Vergangene Veranstaltungen:

empfohlen: im Rahmen der reflectures 2010 – Alles unter Kontrolle?

17. November 2010 | 19 Uhr Ort: Akazie e.V., Friedelstraße 54 (Neukölln)
Privatisierung von Risiken und disziplinierende “Selbstverantwortung” im Gesundheitswesen

Referentin: Stefanie Graefe, Uni Jena
Moderation: Pia Garske, reflect! und Inga Nüthen

Der Umbau des Gesundheitswesens rückt wieder stärker in den Mittelpunkt öffentlicher Debatten. Doch wie kann eine emanzipatorische Position dazu aussehen? Angefangen bei der elektronischen Gesundheitskarte, über die Ausweitung des “Präventions”-Gedankens, bis hin zur “Kopfpauschale” hält das Gesundheitswesen jede Menge sozialen Sprengstoff bereit. Über Risiken, Nebenwirkungen und Interventionsmöglichkeiten wollen wir an diesem Abend diskutieren.

Donnerstag, 23.09.10, 20.30 Uhr: veganer Kuchencontest und Cocktailbar: Soli für “1000 Kreuze in die Spree” im Projektraum, Hermannstr. 48

Veganer Kuchencontest und Cocktailtresen. Die Undefinier-Bar veranstaltet endlich wieder einen veganen Kuchen- und Tortencontest. Seid kreativ und überzeugt das Publikum, denn das entscheidet, wer am Ende großartige Preise gewinnen wird. Es ist egal, wie euer Kuchen aussieht, nur vegan muss er sein. Und macht bitte eine Zutatenliste, damit es keine bösen Überraschungen für Allergiker_innen gibt. Sieger_innenehrung gegen 0 Uhr. Vorher, gleichzeitig und nacher gibt es wie immer leckere Cocktails, gute Musik und die DIY-Buttonmaschine. Soli für “1000 Kreuze in die Spree”.

Mittwoch, 29.09.10, 19.00 Uhr: Kreuzeversenken feiern, Eigenlob, Selbstkritik, Pläne fürs nächste Jahr schmieden: öffentliches Auswertungstreffen zum diesjährigen “1000 Kreuze in die Spree” im faq

Freitag, 17.09.2010, 12.00-15.00 Uhr: Transpiworkshop auf dem LaD.I.Y.fest im F.a.q.-Infoladen

Mobilisierung und Transpis-Malen für “1000 Kreuze in die Spree!”
Für den 18. September (Samstag) mobilisiert der Bun­desverband Lebensrecht zu einem „Schweigemarsch“ mit dem Titel „1000 Kreuze für das Leben“. Damit wollen die selbst ernannt­en Lebensschützer für ein generelles Verbot von Abtreibungen demonstrieren. Wir wollen dagegen bunt und laut demonstrieren!!
Dafür gibt’s noch etwas Input und die Möglichkeit Transpis zu malen, damit wir am Samstag nicht zu übersehen sind.
Farben und Stoff werden bereit gestellt, es kann aber auch gerne selber noch was mitgebracht werden!

Mittwoch, 15.09.: „Remember What’s Forbidden!“ Filmreihe des ak linker feminismus

Ort: f.a.q. antisexistischer Infoladen, Jonasstr. 40, Berlin-Neukölln, U8 Leinestrasse, geöffnet ab 19.00 Uhr, Film ab 20.00. Für Getränke ist gesorgt.

Achtung, Planänderung: statt dem angekündigten “Frozen Angels” wird es die Premiere von “Meine Entscheidung” geben, einer Doku, in der Frauen von ihrer Entscheidung zur Abtreibung erzählen. Ein paar hübsche Szenen von den Aktionen gegen die Christenfundis letztes Jahr gibt es auch.

“Meine Entscheidung” von Gitte Hellwig und Janina Heckmann: Fünf Frauen erzählen von ihren Erfahrungen um Schwangerschaftskonflikt und
Abtreibung. Ihre Erzählungen verlassen die abstrakte Diskussion im Für und Wider um Schwangerschaftsabbruch: Sie sind persönlich und ehrlich. Der Film zeigt nicht das Bild von durch Abtreibung traumatisierten Frauen, sondern vielmehr einen Umgang mit dem Thema, der einen Abbruch in die eigene Biographie bewusst einbindet. Dana, Franzi, Sarah, Johanna und Judith erzählen uns über ihre eigenen Konflikte: die Angst vor dem positiven Testergebnis, die Situation mit dem Partner, die Scham vor den Eltern. Aber sie haben alle zu einer Erscheinung gefunden, mit der sie leben können. (Berlin, 2010, ca 40 min. PREMIERE!!!)

und davor: Kurzdoku über eine Verfassungsklage in Kolumbien gegen das dortige Abtreibungsverbot
Im April 2005 strengte Women’s Link Worldwide eine Verfassungsklage gegen das absolute Abtreibungsverbot an. Die Doku zeigt den juristischen Prozeß und die gesellschaftliche Debatte, die sich darum entspann. Kurzfilm über die Vefassungsklage in Kolumbien (Kolumbien, 2008, 15:48 min)

Sonntag, 12.9.10, 10.30: Antisexistische Praxen

Was haben „1000 Kreuze für das Leben“- Märsche in Münster mit dem Versammlungsrecht in Berlin zu tun?

von Antirepressionsgruppe 14. März

Seit geraumer Zeit wird versucht durch den vermeintlichen Schutz des Versammlungsrechts politisch denkenden Menschen die Möglichkeit auf Protest zu nehmen. So geschehen im Nachlauf des 14.03.2009 in Münster, wo es nach einer Gegendemonstration gegen einen „1000 Kreuze Marsch“ eine Welle von ca. 100 Verfahren wegen angeblicher Versammlungssprengung gibt. Mit
der restriktiven Auslegung dieses Straftatbestandes sollen Mittel geschaffen werden, um Gegendemonstrationen effektiver zu kriminalisieren und damit zu erschweren. Der „1000 Kreuze Marsch“ wurde und wird jedes Jahr aufs Neue, von evangelikalen, fundamentalistischen Christ_innen organisiert, die aktiv und penetrant gegen Verhütungsmittel, gegen Schwangerschaftsabbrüche und gegen Homosexualität agieren. Der Vortrag behandelt die Entwicklungen in Münster und deren Auswirkungen, aber auch die Auseinandersetzungen um das Versammlungsrecht bundesweit. Das Bündnis „1000 Kreuze in die Spree“ wird im Rahmen des Workshops einen Input zur Mobilisierung gegen den „1000 Kreuze Marsch“ am 18.09.2010 in Berlin geben.

Morgen werdet ihr alle sterben und Jesus erscheint
Der Endzeitglaube des christlichen Fundamentalismus und warum er eine Gefahr für den Rest der Menschheit darstellt

9. September 2010 :: 20 Uhr :: Projektraum Neukölln :: Antifa-Tresen des Antifaschistischen Bündnis Südost

Eine der Gemeinsamkeiten der verschiedenen Strömungen des christlichen Fundamentalismus ist der Chiliasmus, der Glaube an die baldige Wiederkehr Jesu’ und die Errichtung eines „tausendjährigen Reiches“ durch diesen. Dieser Glaube geht mit der Vorstellung eines Endkampfes gegen alles „unchristliche“ einher, das ausgerottet werden müsse. Er stellt eine Gefahr dar, weil er die Gewalttätigkeiten christlicher Fundamentalist/innen motiviert und ihnen eine Denkfolie bereitstellt, um jede Form militanter Aktionen zu rechtfertigen: Mord, Verleumdungs-Kampagnen, psychische und physische Gewalt, die Aufstellung eigener Milizen und anderes. Die Veranstaltungen führt durch die Absurditäten und realen Aktionen der chiliastisch Inspirierten und zeigt, dass es gilt, die Grundlagen der Aufklärung gegen diese zu verteidigen.

Und nach der Veranstaltung…
… könnt ihr mit netten Menschen leckere Cocktails schlürfen. Außerdem gibt’s Spiel, Spaß und
Spannung: Wer Lust hat, kann Kickern oder Karten spielen!

9. September 2010 :: 20 Uhr :: Projektraum Neukölln :: Hermannstraße 48 (2. Hinterhof, 1. Etage) :: Nähe U-Bhf. Boddinstraße (U8)

Infos unter www.abso-berlin.tk

02.09.2010, 20:30h im Projektraum, Hermannstr. 48, 2. Hinterhaus, 1.OG
1000 Kreuze in die Spree * Abtreibungsverbote abschaffen! Gegen christlichen Fundamentalismus*

Für den 18. September 2010 mobilisiert der Bun­desverband Lebensrecht zu einem Schweigemarsch mit dem Titel “1000 Kreuze für das Leben”. Damit wollen die selbst ernannt­en Lebensschützer_innen für ein generelles Verbot von Abtreibungen demonstrieren.
Wir rufen zu breitem und lautem Protest gegen den 1000-Kreuze-Marsch auf und laden zur Mobilisierungsveranstaltung ein, bei der Gisela Notz (bis Mai 2010 Vorsitzende pro familia Bundesverband) uns über die Abtreibungspolitik in Deutschland informieren wird.
Die Veranstaltung findet statt im Rahmen des damenbar_t, FrauenLesbenTrans*_Solitresen.
Im Anschluss gibt es leckerste Cocktails und ausgelassenes Kickern bei feiner Musik.

Montag, 6.9. 2010, 19:00 Uhr: Filmabend zur Mobi 1000 Kreuze in die Spree, Baiz, Christinenstraße 1, Ecke Torstraße
Auch dieses Jahr wollen christlich-fundamentalistische Abtreibungsgegner_innen wieder ihren „Schweigemarsch“ in Berlin-Mitte abhalten. Im Rahmen der Mobilisierung zu Gegenprotesten wird ein Spielfilm gezeigt, in welchem eine rumänische Studentin eine illegale Abtreibung im kommunistischen Rumänien durchführen lassen möchte und dabei nicht nur auf finanzielle Schwierigkeiten stößt.

Mittwoch, 18.08.: „Remember What’s Forbidden!“ Filmreihe des ak linker feminismus
Palindromes, USA, 2004, R.: Todd Solondz, dt./engl.?
Ort: f.a.q. antisexistischer Infoladen, Jonasstr. 40, Berlin-Neukölln, U8 Leinestrasse, geöffnet ab 19.00 Uhr, Film ab 20.00. Für Getränke ist gesorgt.
Die dreizehnjährige Aviva wünscht sich nichts sehnlicher, als möglichst bald ein Baby zu bekommen. Als sie schwanger wird, zwingt ihre Mutter sie zu einer Abtreibung. Daraufhin reißt sie von zu Hause aus und begegnet auf ihrer Reise durch die USA allerlei skurrilen, spießigen, netten und furchtbaren Menschen.
Die Hauptfigur wird von mehr als einem halben Dutzend Darstellerinnen gespielt, so dass jeder Alter, äußere Ähnlichkeit oder Hautfarbe eine Rolle spielen. Dadurch entsteht ein Entfremdungseffekt, der die Geschichte um Hässlichkeit und Spießertum, Mißbrauch und christlichen Fundamentalismus, Gewalt und Liebe in all ihrer Traurigkeit zusätzlich sehenswert macht.

26.08.: No §218 – No Fundis! Abtreibung und Christlicher Fundamentalismus, Berlin, Tante Horst, 19.00 Uhr
2010 ist Abtreibung in Deutschland immer noch rechtswidrig (aber u.U. straffrei), und christliche Fundamentalist_innen halten schon wieder ihren „1000 Kreuze Marsch“ ab mit dem Ziel, die Möglichkeiten zur Abtreibung weiter einzuschränken.
Das Recht auf Abtreibung war in den 70ern ein zentrales Thema der Frauenbewegung – und obwohl sich (zumindest für westdeutsche) Frauen der Zugang zu Abtreibung wesentlich verbessert hat: Abtreibung ist nach wie vor rechtswidrig und Menschen, die abtreiben wollen, müssen eine Zwangsberatung absolvieren.
Christliche Fundis scheinen nur eine durchgeknallte Minderheit zu sein – aber ihre Ideologie ist menschenverachtend und repressiv, und: Sie sind gut vernetzt. So sind z.B. Christian Wulff und Ursula v.d. Leyen mit den Fundi-Organisationen pro christ, bzw. dem Arbeitskreis Christlicher Publizisten freundschaftlich verbunden. Wir werden euch in beide Themen eine Einführung geben, aktuelle Entwicklungen diskutieren und nicht zuletzt über das Bündnis „1000 Kreuze in die Spree!“ informieren.

Ver­an­stal­tung: Stra­te­gi­en zur EU–wei­ten Le­ga­li­sie­rung von Ab­trei­bung

Fr., 2. April, 19 Uhr
Haus der De­mo­kra­tie, Ha­ve­mann-​Saal, Greifs­wal­der Stra­ße 4 (nahe Tram-​Hal­te­stel­le Am Fried­richs­hain)
In­ner­halb der EU gibt es immer noch Län­der, in denen Schwan­ger­schafts­ab­brü­che il­le­gal sind. In Polen fin­den jedes Jahr etwa 200 000 il­le­ga­le Ab­trei­bun­gen statt, wäh­rend jeden Tag durch­schnitt­lich 16 Frau­en aus Ir­land nach Eng­land rei­sen müs­sen, um einen si­che­ren Ab­bruch zu be­kom­men. Wir möch­ten mit Pro-​Choice-​ Ak­ti­vis­t_in­nen aus Polen und Ir­land dis­ku­tie­ren, um Stra­te­gi­en und Mög­lich­kei­ten zu er­ar­bei­ten, wie in bei­den Län­dern ge­mein­sam vor­ge­gan­gen wer­den kann, um Schwan­ger­schafts­ab­brü­che im Rah­men der EU zu le­ga­li­sie­ren und frei zu­gäng­lich zu ma­chen.

Re­fe­ren­t_in­nen: Agata Chełstow­s­ka (Polen), Ste­pha­nie Lord (Choice Ir­land), Anna von Gall (ECCHR) Über­set­zung engl./dt.

Eine Veranstaltung der Reihe Reclaim Feminism

Fundis in Münster: 13. März 2010

mehr Infos hier

Nachtreffen/Nachbereitung von “1000 Kreuze in die Spree”

Mittwoch, 07.10.09, 19.00 Uhr im f.a.q., antisexistischer Infoladen, Jonasstr. 40, Neukölln

Wir möchten mit euch drüber reden wie die Kundgebung war und die Aktionen gelaufen sind. Begeisterung, Lob, Verbesserungsvorschläge, Kritik, Mitmachwünsche: alles willkommen. Wenn es Repression und/oder Verhaftungen gab, von denen wir nichts mitbekommen haben, sagt uns Bescheid.

Pränataldiagnostik und Abtreibungsrechte – Debatten und Fallstricke

Dienstag, 22.09.09, 20 Uhr
Veranstaltungsraum, Mehringhof, Gneisenaustr. 2a

Was ist eigentlich Pränataldiagnostik? Was hat das mit Abtreibung zu tun? Wie wurde dieses Thema in der feministischen Bewegung in der BRD verhandelt? Welche Positionen gibt es heute? Was ist in der so genannten Spätabtreibungsdebatte, die 2009 zur Verschärfung des Schwangerschaftkonfliktgesetzes führte, passiert?
Referentin: Susannne Schultz vom Gen-ethischen Netzwerk e.V.
Veranstaltet von: ak linker Feminismus

Mobilisierungsveranstaltung “1000 Kreuze in die Spree”

Samstag, 19. September 2009, 20:00 Uhr
Bandito Rosso
Lottumstrasse 10a/ U Rosa-Luxemburg-Platz

Letztes Update vor der Fundidemo!
Danach: Doku-Film zur Auswahl

“Rechtswidrig aber straffrei – Abtreibung in Gesetz und Praxis”

Freitag, 18.09.09, 19.00 Uhr
Tristeza, Pannierstr. 5, Neukölln

Abtreibung ist in Deutschland verboten. Nicht strafbar, aber weiterhin rechtswidrig ist sie lediglich bei einigen Indikationen. Was dieses Gesetz für die gynäkologische Praxis bedeutet und welche Umstände es Frauen außerdem erschweren, eine Abtreibung zu erhalten und auch über die Bedingungen dieser mitzubestimmen, spricht Dr. med. Blanka Kothé, Gynäkologin am Vivantes Humboldt-Klinikum, Klinik für Gynäkologie und Geburtsmedizin. In Berlin ist es möglich eine_N Ärzt_in zu finden, die_der auch nach der 22. Woche eine Abtreibung durchführt, in ganz Bayern nicht. Welche Unterschiede gibt es noch? Welche Auswirkungen hat dies? Darüber berichtet Prof. Dr. Ulrike Busch, Professorin für Familienplanung an der Hochschule Merseburg (FH).
Veranstaltet von: ak linker feminismus

Dokumentarfilm Abortion Democracy – Poland/South Africa und Vortrag über Abtreibungsgegner_innen

Sonntag, 13.09.2009, 18.30 Uhr
Potsdam, im Studentischen Kulturzentrum
Hermann-Elflein-Straße 10

This documentary feature explores and contrasts changes in Poland and South Africa regarding abortion laws and their impact on the lives of women.
The film reveals how the legal status of women is a direct result of the silencing or empowering of women’s voices. In the Polish society and media, women’s perspectives were made invisible; in South Africa, on the other hand, they were invited to give public hearings in the parliament about problems in the realm of reproduction.
veranstaltet von der Antifaschistischen Linken

Infoabend zu christlichem Fundamentalismus

Donnerstag, 10. September 2009, 20.00 Uhr
H48/ Projektraum Neukölln
Hermannstr. 48/ U Boddinstrasse

Der christliche Fundamentalismus ist eine oft übersehene, aber relativ agile Bewegung. Grundsätzlich erhebt diese Bewegung den Anspruch, ein Moraldikatur errichten zu dürfen, in welcher Individualität und selbstbestimmte Lebensentwürfe negiert werden und stattdessen Obrigkeitshörigkeit, ein autoritatives Menschenbild und ein heteronormatives Geschlechterbild als gewaltförmig durchzusetzende Werte gelten sollen. Die Gefährlichkeit und der Einfluss dieser Bewegung wird oft unterschätzt oder als Problem anderer Staaten beschrieben. Die Veranstaltung soll einen Überblick zu den Denkweisen, die Politik und Ziele dieser Bewegung bieten.

Referent: Forschungsgruppe christlicher Fundamentalismus

LaD.I.Y.fest Filmabend

Mi 09.09.2009 – 19:00h
in der K9 (Kinzigstraße 9, Friedrichshain)

Like a Ship in the Night: Dokumentarfilm (30 min.)
Irland/UK/USA 2007, Sprache: Englisch Produktion/Regie: Melissa Thompson
Abtreibung ist in Irland, sowohl Nord- als auch Südirland, illegal und kann potentiell mit lebenslanger Haft bestraft werden. Trotzdem reisen jedes Jahr mindestens 8000 irische Frauen nach England um dort abtreiben zu können. Der Film begleitet drei Frauen bei ihrer Reise.

The Coat Hanger Project: Dokumentarfilm (53 min)
USA 2008, Sprache: Englisch Produktion/Regie: Angie Young
Bevor Abtreibungen 1973 in den USA legal wurden, starben dort tausende von Frauen jedes Jahr an den Folgen illegaler Abtreibungen. Es wird geschätzt, dass auch heute weltweit 60.000 bis 80.000 Frauen jährlich daran sterben.
Der Film zeigt Frauen die gezwungen waren, mit Hilfe von Draht-Kleiderbügeln – die zum Symbol der Prochoice-Bewegung wurden – Stricknadeln und Fahrradpumpen abzutreiben, weil sie keinen Zugang zu legalen Abtreibungen hatten.
Außerdem wird die aktuelle Abtreibungsrechts-Bewegung in den USA porträtiert.

englisch:
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LaD.I.Y.fest film screening
Wed 09.09.2009 – 19:00h at K9 (Kinzigstraße 9, Friedrichshain)

Like a Ship In the Night: Documentary (30 minutes)
Ireland/UK/USA 2007, Language: English Director/Producer: Melissa Thompson
Abortion is illegal in Ireland, North and South, potentially punishable by life imprisonment. Yet at least 8,000 Irish women a year travel to England for abortions. They make this journey in secret and return in silence, some of them never telling a soul. The documentary follows the journey of three women who travel to mainland U.K. to access legal abortion.

The Coat Hanger Project: Documentary (30 minutes)
USA 2008, Language: English Director/Producer: Angie Young
Before the legalization of abortion in 1973 in the United States, thousands of women died from complications resulting from botched illegal abortions. It’s estimated that 60,000 – 80,000 women worldwide die annually from unsafe abortions.
The film portrays women who were forced to perform abortions using coat hangers, which became a  symbol of the prochoice movement, needles and bike pumps when they couldn’t access legal abortions. It also focuses on current abortion rights activism in the US.

Feministischer Salon: Selbstbestimmung und radikale Gesellschaftskritik? Zur Aktualität des Kampfes um den § 218

Der Kampf um das Recht auf Abtreibung hat in den 70ern viele Frauen bewegt und auf die Straße gebracht – Die „Wir haben abgetrieben!“-Kampagne wird sogar oft als Beginn der Neuen Frauenbewegung wahrgenommen. Aus welchen Diskussionen hat sich damals die Fokussierung auf den §218 ergeben? Welche Gesellschaftsentwürfe lagen den Aktionen zu Grunde, auch gerade in Abgrenzung zu einer bürgerlichen Interessenvertretung? Welche Bezüge zu anderen Themen der Frauenbewegungen gab es, etwa zur Hausarbeitsdebatte? Welche Bündnisse wurden geschlossen?
Wie stellt sich eine linke emanzipatorische Frauenbewegung eine Gesellschaft für alle vor – jenseits des Individualismus der neuen F-Klasse?
Im Gespräch mit Gisela Notz wollen wir diesen Fragen nachgehen, um so auch die Situation heute zu beleuchten.

Mo, 08.12.08 19.30 Uhr
WirrWarr Dieffenbachstr. 36, 2.HH, U Schönleinstrasse

Gisela Notz ist Sozialwissenschaftlerin, Autorin (u.a. „Warum flog die Tomate? Die autonomen Frauenbewegungen der 70er Jahre“) und Vorsitzende von pro familia e.V.

Preview: Abortion Democracy

17.09.08 19.00 Uhr K9 (Kinzigstr. 9, Berlin-Friedrichshain)

Um unsere Proteste gegen den Aufmarsch der christlich-fundamentalistischen Abtreibungsgegner_innen inhaltlich zu verorten, zeigen wir eine Preview des Films Abortion Democracy (in englischer Sprache) von Sarah Diehl über die Realität von Schwangerschaftsabbrüchen in Polen und Südafrika. In Südafrika wurden nach der Apartheid Schwangerschaftsabbrüche entkriminalisiert, während in Polen nach 1990 Abtreibungen kriminialisiert wurden. Zudem werden wir kurz über den christlichen Fundamentalismus in Deutschland berichten.

http://www.abortion-democracy.de/

Pro-Life und christlich-fundamentalistische Abtreibungsgegner_innen

08.10.2008, 19.00 Uhr, K9 (Kinzigstraße 9, Berlin-Friedrichshain)

In einigen Staaten sind Pro-Lifer wahrnehmbarer Teil gesellschaftlicher Debatten. Ihr Handeln hat dort einen negativen Einfluss auf das Leben und Wohlergehen von Schwangeren, zudem üben sie einen wahrnehmbare Wirkung auf politische Debatten um und die Praxis von Schwangerschaftsabbrüchen aus. Sarah Diehl, Autorin, Journalistin und Herausgeberin (u.a. “Deproduktion: Schwangerschaftsabbruch im internationalen Kontext”) und Filmemacherin (Abortion Democracy), wird über die Themen, ideologischen Hintergründe, organisationellen Vernetzungen und das Vorgehen von Pro-Lifern im internationalen Kontext berichten.