16. September – Queer-Feministische Demo gegen den „Marsch für das Leben“!

Auch in diesem Jahr gibt es wieder Proteste gegen den „Marsch für das Leben“ am 16. September in Berlin. Das what the fuck-Bündnis ruft zu einer queer-feministischen Demonstration um 10.30 Uhr am U-Bhf. Wittenbergplatz auf. Hier ist der Mobi-Jingle!

Advertisements
Veröffentlicht unter Allgemein

GID: Thema zu pränatalem Bluttest

Die Möglichkeit, aus dem Blut der Schwangeren DNA des Fötus zu isolieren und auf Trisomien zu testen, ist ein Instrument der selektiven Pränataldiagnostik (PND). Obwohl dessen Auswirkungen erst ansatzweise diskutiert sind,  soll es bereits in die Krankenkassenversorgung integriert werden. Mit einer Einschätzung zur Entscheidung des Gemeinsamen Bundesausschusses, ein Methodenbewertungsverfahren zur nicht-invasiven Pränataldiagnostik einzuleiten, einer Analyse der Studienlage zur Genauigkeit des Bluttest (Spoiler: ist die falsche Frage) und einer Polemik gegen die Versuche von Lebensschützern, das Thema zu besetzen .

Jungle World: Thema zur Global Gag Rule

In der Jungle World Nr. 7 vom 16. Februar 2017: Artikel zu abtreibungsverweigernden Ärzten in Italien, derm Kult um das „ungeborene Leben„,die anti-choice-Maßnahmen der Trump-Regierung und zu der Hoffnung, die auch deutsche „Lebensschützer“ auf Trump setzen. Lesenswert!

Women on waves: Abtreibungsschiff in Guatemala

Das Schiff, mit dem die niederländische NGO Women on Waves Abtreibungen in internationalen Gewässern durchführt, ist seit dem 22. Februar in Guatemala und wird zur Zeit vom Militär im Hafen festgehalten. Die NGO protestiert mit der Aktion gegen das sehr restriktive Abtreibungsgesetz. Updates gibt es hier.

Stellungnahme von 20 Gruppen gegen selektive Pränataldiagnostik

Anlässlich der Sitzung des Gemeinsamen Bundesausschuss am 16. Februar, auf der es um die Einführung von nicht-invasiven pränatalen Tests (NIPT) auf die Trisomien 13, 18 und 21 in die reguläre Schwangerenversorgung ging, haben behinderten- und frauengesundheitspolitische Organisationen zusammen eine Stellungnahme veröffentlicht, die sich gegen die weitere Normalisierung selektiver Pränataldiagnostik ausspricht. Sie fordern eine andere Art der gesellschaftlichen Auseinandersetzung um Schwangerenvorsorge und Behindertenfeindlichkeit.

23.-25 Juni in Berlin: Tagung des Netzwerks gegen Selektion durch Pränataldiagnostik

Unter dem Titel Pränataldiagnostik – eine organisierte Verantwortungslosigkeit!? wird es spannende Vorträge, Wokshops, Vernetzung und eine Lesung geben:

Werdenden Eltern werden durch die Pränataldiagnostik von Anfang der Schwangerschaft an permanent Entscheidungen abverlangt. Im Ernstfall sind das höchst konfliktreiche und eigentlich unmögliche  Entscheidungen über das erwünschte Kind, Entscheidungen, die die meisten Paare als Zumutung erleben und die sie nie treffen wollten.Alle Berufsgruppen wirken mit und keiner will es eigentlich – noch (?) gibt es einen Konsens in unserer Gesellschaft, dass Selektion keinen Platz hat…

Plenumsvorträge beschäftigen sich mit der Verantwortung der Berufsgruppen und der Politik, der Rolle der Zivilgesellschaft und den ökonomischen Steuerungsmechanismen von Angebot und Nachfrage zu Pränataldiagnostik.

Verschiedene Arbeitsgruppen fragen u.a., ob es eine therapeutische, nicht-selektive Pränataldiagnostik gibt, wie die sozialen Medien zur Netzwerkbildung genutzt werden können oder berichten über den Stand des TAB-Berichts zu Pränataldiagnostik.

Eine Podiumsdiskussion wird das Tagungsthema bezogen auf den genetischen Bluttest als einer künftigen Kassenleistung beleuchten.

Das ausführliche Tagungsprogramm wird demnächst veröffentlicht, Voranmeldungen zur sind bereits jetzt möglich übernetzwerk2017@web.de.

12.06. Proteste gegen „Lebensschützer“ im Erzgebirge

Mehr Infos in Kürze hier.

Das Bündnis hat angekündigt, in der Mobi für dieses Jahr weiter darüber diskutieren zu wollen, „wie denn die feministischen Alternativen zum diskriminierenden Normalzustand [in Hinblick auf pränatale Diagnostik und Ableism] aussehen – und wie wir diese zusammen umsetzen können“.

Die Redebeiträge von letzen Jahr sind in der Hinsicht auch interessant, darunter einer von der Autorin Kirsten Achtelik zu der Frage, wie eine feministische Position aussehen kann, die das Recht auf Abtreibung verteidigt, sich aber gegen pränatale Diagnostik (PND) und selektive Abbrüche ausspricht? und vom Arbeitskreis mit_ohne Behinderung (ak MoB) zur vermeintlichen Behindertenfreundlichkeit der „Lebensschützer“.