WeißBlauBUNT: Nachlese der Münchener Feierlichkeiten gegen Patriarchatsfreund_innen

In München haben EuroProLife und andere „Lebensschützer“ an diesem Wochenende einen dreitägigen Kongress abgehalten. Höhepunkt des Spektakels war ein „1000 Kreuze-Marsch“, wie wir in kürzlich auch in Berlin erleben durften. Das Antisexistische Aktionsbündnis München hat diverse Gegenaktivitäten organisiert.
Schon der Kongressauftakt von EuroProLife in der Theatinerkirche wurde seelsorgerisch begleitet: etwa 30 „queer durch die Geschlechter’ordnung'“ gekleidete Menschen feierten vor der Kirche.

Der Trauermarsch am Samstag wurde von bunten und kraftvollen Protesten begleitet. Etwa 200 „Lebensschützer“ und 60 Nazis wurden von 200 bis 300 Antisexist_innen begleitet, wie das Aktionsbündnis berichtet. Ausführlich werden die Proteste auf indymedia geschildert.

Hut ab und Daumen hoch für die Münchener_innen!


Aus Berliner Sicht lässt sich sagen, dass wir nächstes Jahr, ohne Konkurrenz-Großveranstaltung in Köln und Berlin, und mit genügend Zeit zur Vorbereitung mindestens ebensoviel auf die Beine stellen werden. Der eigentliche Gewinn der Aktionen hier wie dort liegt aber darin, dass die Themen Christlicher Fundamenatlismus und Recht auf Abtreibung wieder stärker von der Linken diskutiert werden, und es in beiden Städten gelang ein breites Bündnis zu schmieden – wie auch Bikepunk aus München berichtet.

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