Nikaragua: AI fordert Aufhebung Abtreibungsverbot

Seit dem 9. Juli 2008 sind Abtreibungen in Nicaragua grundsätzlich verboten und mit schweren Strafen (Gefängnisstrafen zwischen 4 und 8 Jahren, für Frau und Ärzt_in) belegt. In dem zentralamerikanischen Land ist eine Abtreibung selbst dann verboten, wenn Leben und die Gesundheit der Schwangeren gefährdet sind. Dieses Gesetz war Ende 2006 mit den Stimmen der Liberalen und der heute regierenden Sandinisten (ehemalige Revolutionäre, Guerriller@s und Linksradikale…) verabschiedet worden. Damit wurde das seit 130 Jahren geltende Recht auf einen „therapeutischen“ Schwangerschaftsabbruch aufgehoben.
Vor zwei Jahren hatte die internationale Menschenrechtsorganisation amnesty international (ai) beschlossen, Abtreibung als Menschenrecht anzuerkennen und sich für ihre Entkriminalisierung einzusetzen. Diesen Beschluss scheint sie jetzt umzusetzen. Dem Bericht zufolge starben in den ersten 19 Wochen dieses Jahres in Nicaragua 33 Frauen und Mädchen an Schwangerschaftskomplikationen, 13 mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahrs. Hier findet ihr die Forderungen von AI und hier den vollständigen Bericht.

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