München: keine Messe

wird es am 24.10. für die Abtreibungsgegner_innen geben.  Nachdem beim letztjährigen Münchner „1000 Kreuze Marsch“ Nazis mitgelaufen waren, distanzierte sich nun die Erzdiözese München und Freising von der diesjährigen Aktion, um sich „nicht von Neonazis vor den Karren spannen“ zu lassen. Daher ist den Teilnehmern der Veranstaltung die Nutzung des Kirchenraums der Pfarrei St. Paul und anderer Kirchenräume nicht gestattet. Damit fällt auch der Plan flach, die Kreuze auf Kirchengelände ausgeben zu lassen, das einfacher von Störer_innen freigehalten werden kann.

Allerdings wird behauptet, die Rechtsextremen hätten letztes Jahr die Veranstaltung unterwandert und für ihre Zwecke missbrauch. Der Polizei sei es auf Grund des Versammlungsgesetzes nicht möglich gewesen, die Nazis von dem „Marsch“ zu entfernen. Fakt ist jedoch, dass sich die „Freien Nationalisten München“ letztes Jahr im Vorhinein offiziell angekündigt hatten und der Veranstalter (EuroProLife) nichts dagegen hatte. Sie wiesen zwar darauf hin, dass der Marsch als »Gebetsprozession« zu betrachten sei, fühlten sich aber ansonsten zu keiner Distanzierung von den Nazis veranlasst. Diese gab es erst im Nachhinein.

letze info: Auf der Seite der „Lebensschützer“ ist die Rede davon, dass nur ihre Messe verschoben wird, die Kreuzausgabe aber um 15 Uhr wie geplant vor St. Paul stattfinden soll.

Hier ist der Ablaufplan der Antisexist_innen.