„Lebensschützer“ wird Behindertenbeauftragter

Das Kabinett hat den nordrhein-westfälischen CDU-Politiker  Hubert Hüppe zum Behindertenbeauftragten der Bundesregierung ernannt. Hüppe war zuvor Bundestagsabgeordneter und behindertenpolitischer Sprecher der Unionsfraktion. Bei der Bundestagswahl im September war er nicht wieder ins Parlament gewählt worden.  Hüppe ist selbst Vater eines behinderten Kindes und Mitglied im Vorstand der Bundesvereinigung Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung e.V. Er setzt sich seit Jahren für die Belange behinderter Menschen ein. Dem epd sagte der neue Beauftragte, sein wichtigstes Ziel in den kommenden vier Jahren sei es, die UN-Konvention über die Rechte behinderter Menschen in Deutschland in die Praxis umzusetzen. Menschen mit Behinderungen müssten von Kindesbeinen an vollständig am gesellschaftlichen Alltag teilhaben können. Das ist ja alles sehr gut und notwendig. Ob dies allerdings im „Mittelpunkt der Politik der Koalition“ stehen wird, wie die FDP  behauptet, darf mit Fug und Recht bezweifelt werden.

Außerdem ist Hüppe auch Katholik und setzt sich für einen, wie er das nennt, „umfassenden Lebensschutz“ ein. Im Bundestag hat er sich gegen jede Nutzung menschlicher Embryonen für die Forschung und gegen Spätabtreibungen aus medizinischen Gründen eingesetzt.

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