nach rechts: idea bekommt Preis von „Junger Freiheit“

Der Chefredakteur der evangelikalen Nachrichtenagentur idea, Helmut Matthies, steht wegen der Annahme des Gerhard-Löwenthal-Ehrenpreises in der Kritik, meldet der Blog der Herausgeberinnen des Buchs „Mission Gottesreich – Fundamentalistische Christen in Deutschland“. Der Preis war ihm im Dezember 2009 von der rechtskonservativen Zeitung „Junge Freiheit“ und der Förderstiftung „Konservative Bildung und Forschung“ „für seine Rolle als Pionier des christlich-konservativen Journalismus in Deutschland“  verliehen worden.

Der Bildungsdezernent der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM), Oberkirchenrat Christhard Wagner, forderte Matthies und den Vorsitzenden des idea-Trägervereins, Horst Marquardt, auf, den Preis zurückzugeben. Idea müsse sich deutlich von der „Jungen Freiheit distanzieren“, hieß es in einer Pressemitteilung der EKM. „Wir sehen mit der Annahme des Preises die Gefahr verbunden, dass die Tabugrenze im Graubereich zum Rechtsextremismus weiter nach unten verschoben wird“, so Wagner. Er erklärte weiter, mit der Annahme des Gerhard-Löwenthal-Ehrenpreises lasse Matthies die gesamte idea-Redaktion auf dem „Grat zum rechtsextremen Milieu balancieren“.