USA: Einschränkungen bei Zugänglichkeit von Abtreibungen

New Hampshire: Es gibt einen Gesetzesentwurf, in dem „unborn child“ zu der Definition für Morde ersten und zweiten Grades hinzugefügt werden soll, wie feminist.org berichtet. Über den Entwurf soll nächste Woche entschieden werden. Zwar wird Abtreibung von dieser Mord-Definition ausdrücklich ausgenommen, Gegner_innen dieses Gesetzes befürchten jedoch, diese Initiative würde Abtreibungsgegner_innen ihrem Ziel näher bringen, den Fötus ausdrücklich als Person anzuerkennen.

Nachtrag: Wie feminist.org berichtet, ist der Gesetzesentwurf mit 219 zu 122 Stimmen zurückgewiesen worden. State Representative Beth Rodd (Democrats) sagte laut Associated Press zu dem Gesetz: „this bill is a wolf in sheep’s clothing and an assault on reproductive freedom“. Außerdem wies si darauf hin, dass es in New Hampshire durchaus gesetze gäbe, die die juristische Verfolgung von Personen ermögliche, die absichtlich eine schwangere Frau so behamdelten, dass es zu Mißbildungen oder Totgeburt komme.

In Utha ist hingegen einer Gesetzinitiative zugestimmt worden, nach der sich Frauen demnächst vor einer Abtreibung einer Ultraschalluntersuchung unterziehen müssen. Allerdings bleibt es der Frau überlassen, ob sie sich diese Bilder dann anschaut oder nicht, meldet ebenfalls feminist.org. Medizinisch nötig sind solche Aufnahmen auf keinen Fall.  Es kann sich eigentlich nur um den Versuch handeln, die Kosten einer Abtreibung in die Höhe zu treiben, oder/undFrauen psychologisch unter Druck zu setzen. („Sorry, mam, I forgot to turn the monitor. But now that you’ve seen your child, do you still want to kill it?“)

Missouri: Hier hört das  state Senate Judiciary Committee diese Woche Zeugen zu einem Gesetz, das ebenfalls Ultraschallaufnahmen 24 Stunden vor einer Abtreibung vorschreibt. Das Gesetz, eingebracht von state Senator Rob Mayer (Republicans), verlangt von Ärzt_innen auch, die Bedeutung der Aufnahmen genau zu erklären, und von den Frauen ein Formular zu unterschreiben, dass sie alle Informationen bekommen hat, inklusive solchen über Alternativen zu Abtreibungen.

Wörtlich heißt es in dem Entwurf: „the woman must also be provided with the gestational age of the unborn child at the time the abortion is to be performed and must be given an opportunity to view, at least 24 hours prior to an abortion, an active ultrasound of the unborn child and hear the heartbeat of the unborn child, if the heartbeat is audible. Prior to an abortion being performed past twenty-two weeks gestational age, the woman must be provided information regarding the possibility of the abortion causing pain to the unborn child.“

Wo solche „Informationen“ hinführen sollen, ist ja nicht schwer vorstellbar…

In Colorado sind Unterschriften eingereicht worden, um eine neue sogenannte personhood-Initiative einzubringen. Zwar haben sie genug gesammelt, aber nur knapp und bei den üblichen Nachzählungen scheiden einige normalerweise wieder aus.  Mehr hier.

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