Info- und Filmabend zum Thema Abtreibungsverbot in Irland

Am Dienstag, den 23. April, wird im k-fetisch in Berlin-Neukölln (Wildenbruchstraße 86) ein Info- und Filmabend zum Thema Abtreibungsverbot in Irland stattfinden.

Wir bedauern es, dass immer die Rede von “fremden” bzw. außereuropäischen Ländern ist, in denen Frauen unterdrückt werden – wir wollen mehr Aufmerksamkeit für diese Verstöße gegen Menschenrechte innerhalb der EU.  An diesem Abend wollen wir Fragen stellen und Informationen zur Verfügung stellen. Wir zeigen Filme aus Irland, die das Thema behandeln und die Betroffenen selbst zu Wort kommen lassen.

BLOG UND PROGRAMME: http://www.youreonlymassive.com/pro-choice

INFORMATIONEN ZUM AKTUELLEN STAND DES ABTREIBUNGSRECHTS IN IRLAND

Im Oktober 2012 ist eine Frau in Irland an einem septischen Schockgestorben, nachdem die Ärzt_innen sich tagelang weigerten, den Fötus, dessen Herz noch schlug, der aber nicht lebensfähig war, zu entfernen. Der Schwangerschaftsabbruch bleibt stigmatisiert, auch wenn 85% der Wähler_innen dafür sind, endlich Gesetze entsprechend dem X-Fall zu erlassen (Quelle: RedC Research, 12.12.12). Nach dem Gesetz von 1861, als Irland noch eine britische Kolonie war, droht immer noch eine lebenslange Freiheitsstrafe. Jeden Tag reisen mindestens 12 Frauen von Irland nach England, um dort abzutreiben. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat bereits deutlich gemacht, es müsse ein praktikables Verfahren geben, das erkrankten Schwangeren bei substanziellen Gesundheitsgefahren eine Abtreibung im Inland ermögliche. Dies habe Irlands höchstes Gericht bereits 1992 festgestellt, das Parlament habe es jedoch versäumt, entsprechende Ausführungsbestimmungen zu erlassen.

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