kreisch: Papst unterstützt „Marsch für das Leben“

Morgen geht es bei den Protesten gegen den „Marsch für das Leben“ also nicht nur gegen irgenwelche europaweit zusammengekarrte Christliche Fundis und mindere kirchliche Würdenträger, nein, sogar gegen den Papst selbst kann gepfiffwen, konfetti geschmissen und das ein oder andere Kreuz einer sinnvolleren Nutzung zugeführt werden. Noch gestern sagte der Papst, in einem Interview mit der jesuitischen Zeitschrift „Stimmen der Zeit“: „Wir können uns nicht nur mit der Frage um die Abtreibung befassen, mit homosexuellen Ehen, mit der Verhütungsmethoden. Das geht nicht. Ich habe nicht viel über diese Sachen gesprochen. Das wurde mir vorgeworfen. Aber wenn man davon spricht, muss man den Kontext beachten. Man kennt ja übrigens die Ansichten der Kirche, und ich bin ein Sohn der Kirche. Aber man muss nicht endlos davon sprechen.“
Das könnten wir, bei durchaus vorhandenem Willen, dahingehend auslegn, dass man sich vielleicht mit wichtigeren Fragen beschäftigen wolle und nicht immer auf so krassen Thesen herumreiten wolle wie, sucht euch selbst eine aus, aber nein: Der Papst meint viellmehr: nicht soviel darüber reden, halt einfach machen. Nachdem Franziskus im Mai schon am „Marsch für das Leben“ Rom einfach mal so teilnahm, hat er jetzt dem BVL einfach mal nen Brief geschriben, in dem er „gott bittet“, „alle Bemühungen zur Förderung des uneingeschränkten Schutzes des menschlichen Lebens in allen seinen Phasen mit seinem Segen zu begleiten.“

Wir sagen: einfach mal weder bitten, reden noch handeln. Einfach mal Fresse halten, zu Hause bleiben und sich aus den Angelegenheiten anderer Leute raushalten!