Diskussionsveranstaltung zum „Marsch für das Leben“

Montag, 08. Seprtember 19:00-22:00 Uhr im JUP, in der Florastrasse 84, 13187 Berlin barrierearm (Rollstuhlgerecht) und rauchfrei.

.Am 20. September wollen erneut tausende christliche und konservative Abtreibungsgegner_innen unter dem Motto „Marsch für das Leben“ mit weißen Kreuzen durch Berlin ziehen und für ihr frauenfeindliches Weltbild werben. Feminist_innen und Antifaschist_innen rufen dagegen zu Protesten auf.

Im Vorfeld wollen wir mit einer Einführungsveranstaltung die aktuelle Gesetzeslage bezüglich Abtreibungen darstellen und auf vergangene und aktuelle feministische Diskussionen dazu Bezug nehmen. Wir haben dazu Referent_innen der Gruppe „nofundi[m]ärsche“ eingeladen, die mehrere Thesen zum Thema Schwangerschaftsabbruch, vorgeburtliche Diagnoseverfahren und Auslese mit uns diskutieren wollen.

Im Anschluss wird es noch Informatíonen zum Tag selbst und zur Gegenmobilisierung geben.

„Ob „gesunde“ Kinder oder keine, entscheiden wir alleine?! – Diskussion zum Verhältnis von Forderungen für ein Recht auf Abtreibung und gegen vorgeburtliche Auslese

In den 1970ern ging die sogenannte zweite Frauenbewegung unter dem Slogan „Mein Bauch gehört mir“ für ein Selbstbestimmungsrecht über den eigenen Körper auf die Straße. Sie forderte eine Abschaffung des § 218, der Abtreibung bis heute kriminalisiert. Mit Selbstbestimmung argumentieren heute auch Forscher_innen, die sich für die Entwicklung und Verbesserung vorgeburtlicher Diagnoseverfahren einsetzen, die genetische Schäden von Embryonen früh erkennen und so eine „selbstbestimmte Entscheidung“ für oder gegen ein behindertes Kind ermöglichen sollen. Selbsternannte Lebensschützer verurteilen das als behindertenfeindlich und treten für ein Recht auf Leben ab der Zeugung ein – und damit für ein Verbot von Schwangerschaftsabbrüchen. Ihre zentrale Veranstaltung – der „Marsch für das Leben“ – findet jedes Jahr im September in Berlin mit mehreren tausend TeilnehmerInnen statt.
Die aktuellen Gegen-Mobilisierungen beziehen sich wie damals vor allem auf ein körperliches Selbstbestimmungsrecht und nehmen wenig in den Blick, welche Fallstricke dies in Bezug auf vorgeburtliche Auslese bedeuten kann. Eine feministische Position muss unserer Ansicht nach beides leisten: Für ein Recht auf Schwangerschaftsabbruch eintreten und gleichzeitig vorgeburtliche Auslese ablehnen. Wie das aussehen könnte, wollen wir mit euch anhand von vorläufigen Thesen auf der Veranstaltung diskutieren.“

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Ein Gedanke zu „Diskussionsveranstaltung zum „Marsch für das Leben“

  1. Pingback: 20. September/Berlin: Gegen den “Marsch für das Leben”! | Gegen Abtreibungsverbot und christlichen Fundamentalismus!

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