Petition: Nein zum PraenaTest!

Der Praena-Test der Firma LifeCodexx, mit dem eine Trisomie 21des Fötus diagnostiziert werden kann, ist seit August 2012 auf dem deutschen Markt. Anders als bei invasiven Techniken wird hierbei das Blut der Schwangeren untersucht. Dieses enthält genug DNA des Fötus, um Gen-Trisomien festzustellen. Techniken dieser Art werden unter der neuen Abkürzung „nichtinvasiver pränataler Test“ (NIPT) zusammengefasst. Seit Anfang 2013 kann mit dem Test auch auf die Trisomien 13 und 18 sowie die auf Geschlechterchromosomen bezogenen Abweichungen Klinefelter- und Turner-Syndrom getestet werden. Noch muss der Test privat bezahlt werden, eine Übernahme in die reguläre Schwangerenversorgung wird jedoch gerade geprüft.

Die vorgeburtliche Fahndung nach Abweichungen wertet Menschen mit Behinderungen ab, weil Beeinträchtigungen in der Praxis der Schwangerenvorsorge als „Risiken“ und damit als zu vermeidendes Unglück erscheinen. Insbesondere nicht-invasive Testverfahren wie der PraenaTest haben das Potential, sich zu pränatalen Reihenuntersuchungen zu entwickeln und damit die Vermeidung der Geburt von Menschen mit Beeinträchtigungen ins Zentrum der Schwangerenversorgung zu stellen. Die Bluttests gehören deshalb nicht in die Regelversorgung, auch nicht zu „Studienzwecken“!

Hier kann man die Petition unterschreiben!