einige Artikel zu morgen

Der diesjährige Berliner »Marsch für das Leben« am 20. September hat sein Themenspektrum erweitert: Kernthema der Demonstration ist eigentlich der Einsatz gegen Abtreibungen. Dafür tragen die sich selbst als Lebensschützer bezeichnenden Aktivisten weiße Kreuze, die »getötete Kinder« symbolisieren sollen, in einem Schweigemarsch durch Berlins Mitte. Der vom Bundesverband Lebensrecht (BVL) organisierte Marsch richtet sich auch gegen jede Art von Sterbehilfe, die als »Euthanasie« bezeichnet wird. In einer Pressemitteilung erklärte Martin Lohmann, der Vorsitzende des BVL, die Lebensschutzbewegung nun auch noch zur »ökologischen Friedens- und Freiheitsbewegung Deutschlands«. Unter »Ökologie« versteht er hier aber nicht etwa Umweltschutz, sondern »die Natur des Menschen«, die nach Ansicht der meist christlich-fundamentalistischen Abtreibungsgegner eindeutig männlich oder weiblich und heterosexuell zu sein habe. Wenn Lohmann also sagt: »Wir wollen, dass jeder in Freiheit leben kann«, dann meint er weder »jeden« noch meint er »Freiheit«. Ulli Jentsch vom Bildungszentrum Apabiz, Mitautor des jüngst erschienenen Buches »Deutschland treibt sich ab!«, betont: »Für die ›Lebensschützer‹ ist der Kampf für ein totales Verbot von Abtreibungen schon immer ein Vehikel der Kulturkritik gewesen.« Ihr Konzept einer »Kultur des Lebens« sei nicht von Freiheit, Selbstbestimmung oder Emanzipation bestimmt, sondern »autoritär, antifeministisch und antiaufklärerisch. Das als ›ökologisch‹ zu verkaufen, ist Greenwashing. Die Berufung auf eine ›natürliche‹ Ordnung ist nichts anderes als Sozialdarwinismus«, so Jentsch weiter. mehr in der aktuellen Jungle World

Als Einwohnerin Berlins hat man auf der Suche nach Ärgernissen eine große Angebotspalette. Am Samstag bietet sich hierfür jedoch eine Veranstaltung ganz besonders an: Der Bundesverband Lebensrecht (BvL) mobilisiert erneut deutschlandweit für seinen »Marsch für das Leben«, eine Demonstration für ein absolutes Verbot von Schwangerschaftsabbrüchen … mehr in der aktuelle Jungen Welt

Mit einem sogenannten „Marsch für das Leben“ wollen am Samstag Antifeminist*innen, christliche Fundamentalist*innen und Nationalist*innen durch Berlin ziehen. Unter dem Motto „Ja zum Leben – für ein Europa ohne Abtreibung und Euthanasie“ fordern sie ein europaweit komplettes Verbot von Schwangerschaftsabbrüchen und Sterbehilfe. mehr in der aktuellen taz

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