Morgen, Fr. 28.11. 17 Uhr: Gegen den erneuten „Nein zum Heim“-Aufmarsch im Köpenicker Allende-Viertel!

Freitag, 28. November | 17:00 Uhr | S-Bahnhof Berlin-Köpenick | Demonstration | 18:30 Uhr | Salvador-Allende-Str./Müggelschlösschenweg | Gemeinsame Kundgebung

Gegen den erneuten „Nein zum Heim“-Aufmarsch im Köpenicker Allende-Viertel!
Die rassistische Bedrohung von Flüchtlingen stoppen!

Gerade wurde bekannt, dass am Freitag, den 28. November ein erneuter rassistischer Aufmarsch im Köpenicker Allende-Viertel geplant ist, der maßgeblich von der neonazistischen NPD gesteuert wird. Der Grund dafür ist die bevorstehende Eröffnung der ersten Containerunterkunft für Flüchtlinge in Berlin.

Bereits am 15. November beteiligten sich an so einem Aufmarsch 400 Personen, von denen etwa 300 rassistische Anwohner*innen und etwa 100 Neonazis aus ganz Berlin und Brandenburg waren. Letztere stellten die Ordnerstruktur und bedrängten und bedrohten am Rande Journalist*innen und kritische Anwohner*innen. Auf dem Anreiseweg versuchten circa 50 organisierte Neonazis, die sich zum Großteil vermummten und vom NPD-Landeschef Sebastian Schmidtke angeführt wurden, Gegendemonstrant*innen anzugreifen.

Am 21. November schaffte es die NPD 450 Personen für den zweiten rassistischen Aufmarsch zu mobilisieren. Davon waren etwa 400 rassistische Anwohner*innen und etwa 50 Neonazis. Intern haben Neonazis diesen Aufzug schon länger geplant, die öffentliche Mobilisierung begann, ähnlich wie jetzt, aber erst am Abend zuvor. Zuerst zogen die Teilnehmenden, die mit Reden von Neonazis vom NPD-Lautsprecherwagen beschallt wurden, direkt an der bald eröffnenden Containerunterkunft für Flüchtlinge im Allende-Viertel II vorbei. Antifaschist*innen, die ihren Protest dagegen in Hör- und Sichtweite artikulieren wollten, wurden dabei von Bereitschaftspolizist*innen daran gehindert.

Die Berliner Polizeiführung hat in den letzten Monaten immer betont, dass Demonstrationen vor Flüchtlingsunterkünften nicht genehmigt werden würden. Dies gilt seit dem 21. November nicht mehr. Der 450 Personen zählende Aufmarsch konnte, rassistische Parolen grölend (wie „Deutschland den Deutschen, Ausländer raus“), seitlich direkt an der bereits bestehenden Flüchtlingsunterkunft in der Salvador-Allende-Straße im Allende-Viertel I vorbei marschieren.
Unter den zum Teil schwertraumatisierten Bewohner*innen der Unterkunft brach daraufhin Panik aus. Unter großer Angst flüchteten sie in die oberen Etagen und versuchten sich dort zu verbarrikadieren. Im Laufe des Abends kam es an der Bushaltestelle vor dem Gebäude zu mindestens einem Angriff von Rassist*innen auf Flüchtlinge und zu mehreren Angriffsversuchen.

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