Bericht aus Annaberg-Buchholz

Wie in den vergangenen Jahren versammelte sich auch dieses Jahr am 1. Juni in Annaberg-Buchholz wieder ein christlich-reaktionärer Haufen, um gegen das Recht auf Abtreibung und gegen Sterbehilfe zu demonstrieren. Bereits der letztjährige „Schweigemarsch für das Leben“ wurde von Protesten begleitet, dieses Jahr machten sich aber knapp 200 Menschen auf, um die Fundis in ihrem rückschrittlichen Treiben zu stören. Das Bündnis „Pro Choice Sachsen“ hatte zu diesen Protesten aufgerufen und Busse aus Dresden und Leipzig organisiert.

Wohlgemerkt: Mehrere Bussse aus verschiedenen Städten! Erst letztes Jahr hat dieser Protest angefangen und da fuhren ein paar Privatautos! Super-Mobi seitdem!!!

Annaberg-Buchholz liegt im sächsischen „bible belt“, einer Region im Erzgebirge, wo es viele fundamentalistische Christ_innen gibt, die sich meist in Freikirchen organisieren. Das ist ein fruchtbarer Nährboden für den Anschluss an reaktionäre Teile der CDU, die sich in der sogenannten CDL (Christdemokraten für das Leben) zusammengeschlossen haben. Auch wenn die Demo weniger durch Parteifahnen oder -banner geprägt war, sind traditionell bekannte Unionsmitglieder anwesend, so wie der ehemalige Fraktionsvorsitzende der CDU und Ex-Kultusminister in Sachsen, Steffen Flath oder Mechthild Löhr, die Vorsitzende des CDL-Bundesverbandes und Vertreterin eines ultrakonservativen CDU-Teils.

Mehr auf dem Blog des Bündnis „Schweigemarsch stoppen!“ und  bei der Demobeobachtungsgruppe Leipzig.

Advertisements