Papst-Spam

Zu der super-gnädigen Regelung, im kommenden „Jahr der Gnade“ Schwangerschaftsabbrüche besonders vergeben zu können, hat der Spiegel Hintergründe und Warnungen recherchiert:

„Abtreibung nicht ins nächste Jahr verschieben!“

Nur wissen die Veranstalter noch nicht: Wird das Grußwort ein Quell der Freude oder aber ein Quell der abgrundtiefen Verbitterung und des immerwährenden Hasses und Haders werden? Letztes Jahr war es ja noch einigermaßen okay. Aber seine Worte zum diesjährigen „Marsch für das Leben“ in Rom, der im Mai direkt unter seinem Balkon stattfand, waren echt „enttäuschend“, wie im Internet zu lesen ist. Weder habe der Papst den „Marsch für das Leben“ beim Namen genannt, noch das Anliegen gegen die Abtreibung erwähnt. „Wer weiß, was er sich jetzt wieder ausdenkt?“, so ein Insider. Und hier kommt die Antwort. SPAM weiß es. Der Papst hat uns nämlich den Rohentwurf seines Grußwortes zugefaxt: An die lieben Teilnehmer,

mir ist zu Ohren gekommen, dass meine Sonderregelung, nach welcher Frauen vom 8. Dezember dieses Jahres bis zum 20. November 2016 die Todsünde der Abtreibung vergeben werden kann, offenbar zu unglücklichen Mitnahmeeffekten führen kann. In dem Irrglauben, eine Abtreibung sei in der Zeit der Sonderregelung weniger schlimm als sonst, sollen derzeit abtreibungswillige Schwangere überlegen, den Eingriff bis zum Dezember zu verschieben. Diesen Frauen sei gesagt: Schieben Sie eine Abtreibung nicht hinaus! Dafür gibt es keinen Grund!

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