Schweiz: Referendum gegen PID-Freigabe

Zwar hat sich die Schweizer Bevölkerung erst Mitte Juni 2015 mehrheitlich für eine Verfassungsänderung ausgesprochen, die Präimplantationsdiagnostik (PID) legalisiert. Das nächste Referendum, diesmal gegen eine liberale Genehmigungspraxis für PID läuft aber bereits. Das Fortpflanzungsmedizingesetz, das mit der Verfassungsänderung in Kraft getreten ist, erlaubt nicht nur eine Untersuchung bei bekannten Vorbelastungen der zukünftigen Eltern, sondern auch ein allgemeines Chromosomenscreening an Embryonen. Ein Bündnis aus 18 Organisationen strebt ein Referendum gegen diese weitgehende Freigabe an, weil „die genetische Selektion zu einer Diskriminierung behinderter und kranker Menschen und zu einer Entsolidarisierung“ führe, heißt es im Aufruf. In dem Bündnis sind Frauengesundheitsgruppen, eine Selbsthilfestelle für Intersexuelle, Dentechnikkritische und behindertenpolitische Gruppen, jedoch keine erkennbaren „Lebensschützer“. Sehr gut!

Notwendig sind 50.000 Unterschriften bis zum 20. November 2015, damit das Referendum zustande kommt. Hier gibt es mehr Infos und Unterschriftenlisten (nur für Schweizer_innen).