Angebliche Christen-Diskriminierung

Update unten

Die armen Opfer… Schon Anfang November berichtete das evangelische  Nachrichtenportal idea von der angeblich zunehmenden Diskriminierung von Christen in Europa.

Zitiert wird die Leiterin eines „Dokumentationsarchivs Intoleranz gegen Christen“ in Wien, Gudrun Kugler (Wien).
Hier einige Auszüge aus dem absurden Text:
„In 15 von 23 Staaten gebe es Gesetze, die die freie Religionsausübung von Christen einschränkten. So komme es in vielen Ländern vor, dass ein Gynäkologe, der die Durchführung von Abtreibungen aus Gewissensgründen ablehnt, nicht befördert oder gar nicht erst eingestellt wird. In Deutschland seien Apotheker verpflichtet, die „Pille danach“ zu verkaufen – was für viele Christen ein Gewissensproblem darstelle.“
> Hm. Wenn Gynäkolog*innen in christlichen Krankenhäusern Abtreibungen durchführen würden, würden sie wohl nicht nur nicht befördert…
Das mit der Pille danach stimmt auch definitiv nicht, sonst hätte schon jemand den Undine-Apotheker hier in Berlin verklagt.

Weiter gehts. Die Christen befüchten schlimmes von der EU-Gleichbehandlungsrichtlinie. Sie meint wohl die, die v.a. von Deutschland blockiert wird: „Wenn diese in Kraft träte, würden Menschen mit religiös begründeten Standpunkten diskriminiert: „Ein christlicher Druckunternehmer dürfte dann zum Beispiel einen Auftrag mit anstößigen Abbildungen nicht mehr ablehnen, oder ein jüdischer Hotelier einer radikal-muslimischen Organisation nicht die Nutzung seiner Räume verweigern.“ In Nordirland habe sich vor kurzem ein christlicher Konditor geweigert, eine Torte für eine „Homo-Hochzeit“ zu backen, weil sie gegen seine religiösen Überzeugungen verstoße. Das Paar habe daraufhin Klage eingereicht und vor Gericht Recht bekommen. Wenn die EU-Gleichbehandlungsrichtlinie in Kraft trete, könne es solche Fälle künftig häufiger geben.“
> Klingt total wahrscheinlich und voll schlimm…

Und zu schlechter Letzt bedeuten solche „Untersuchungsergebnisse“ mehr besorgte christliche  Bürger und mehr Trolle:
„Christen sollten in der Öffentlichkeit beherzter für ihre Überzeugungen eintreten. Es komme darauf an, an den Schlüsselstellen der Gesellschaft – also in Politik, Kultur und Wissenschaft – präsent zu sein. Hilfreich sei es auch, jeden Tag in den sozialen Medien einen Beitrag zu kommentieren oder zu teilen, einen Leserbrief an die Zeitung zu schreiben oder einen Brief an einen Politiker. Wenn das viele Christen machten, beeinflusse das die gesellschaftlichen Debatten.“
> hab ich die Kommentare unter diesem Artikel ausgeschaltet – check!

Update:

Gudrun Kugler ist als Abgeordnete der ÖVP und den Stimmen der Fundis ins Wiener Stadtparlament eingezogen. Sie betreibt mit ihrem Mann eine katholische Heiratsvermittlung und hat beste Kontakte zu Adelskreisen und zum wiener Kardinal Schönborn. Mit seiner Hilfe war sie als sehr junge Person für die UNO tätig bzw. für die World Youth Allianz Europa (EYA). Sie war die erste weibliche Vorsitzende der Jugend für das Leben Österreich!
Kugler ist dafür bekannt, dass sie den Menschen das Wort im Mund umdreht. Sie beklagt z.B. dass Christen, die gegen Homo-Ehe etc. auftreten (also Fundis), als Christen diskriminiert werden, sobald jemand was gegen die sagt. Dies als Beispiel, so macht sie es mit allen andren Themen auch.
Infos via die-abtreibung.at.tf