Colorado Springs, Lesung & Interview „Selbstbestimmte Norm“

Unter dem irritierenden Titel „Es gibt feministische Argumente gegen Abtreibungen“ gibt es in der Süddeutschen Zeitung online ein interessantes Interview mit der Autorin von „Selbstbestimmte Norm. Feminismus, Pränataldiagnostik, Abtreibung“, Kirsten Achtelik (auch in englisch).

Das Buch wird am kommenden Montag nochmal in Berlin vorstellen. Der akj lädt ein, das Feld Abtreibung und Pränataldiagnostik unter einem juristischen Blickwinkel zu diskutieren. Mit der Autorin wird die Antidiskriminierungsrechts-Expertin Juana Remus u.a. über die rechtlichen Einschätzung eines möglichen Vorgehens gegen selektive Pränataldiagnostik diskutieren: Montag, 7.12. 19 Uhr, Juristische Fakultät der HU Berlin, Bebelplatz 2, Raum E42, die Räumlichkeiten sind rollstuhlgerecht, facebook-event

Nach dem Anschlag in Colorado Springs Ende letzter Woche hat Kirsten Achtelik einen Text über den Anschlag auf die Plannend Parenthood-Klinik reflektiert: „Wird das Klima rauer? Müssen wir, die wir ‚pro choice‘ sind, jetzt nicht erst recht alle zusammenhalten, unsere ‚abortion provider‘ supporten und die innerfeministischen Differenzen ruhen lassen? Ist ein Text wie mein Buch ‚Selbstbestimmte Norm. Feminismus, Pränataldiagnostik, Abtreibung‘ nicht gerade jetzt ganz falsch? … – schadet das nicht der Sache? Wahrscheinlich denken das einige (die das aber wohl vor dem Anschlag auch schon gedacht haben), und auch ich habe mir darüber vor meiner ersten Buchvorstellung nach dem Anschlag den Kopf zerbrochen.“

Mit wichtigem Ergebnis: „Lasst uns die Reihen schließen, meinetwegen. Aber lasst uns in diesen Reihen ganz viel miteinander diskutieren.“

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