Weniger als 2500 Hebammen

Das ist dramatisch wenig und liegt an den immens teuren Haftpflichtversicherungen. 2014 waren es noch 1000 freiberufliche Geburtshelferinnen mehr. Hier gibt es eine gute Übersicht über den aktuellen Stand des Problems.

Ohne Haftpflichtversicherung dürfen Hebammen nicht arbeiten. 2004 kostete ihre obligatorische Berufshaftpflicht noch rund 1350 Euro, heute ist es knapp das Vierfache, und der Beitrag soll am 1. Juli 2016 schon wieder um neun Prozent steigen – auf dann jährlich 6843 Euro.

Dass die Summe so hoch liegt, ist kalte Versicherungslogik: Geburtsgeschädigte Kinder leben heute durch den medizinischen Fortschritt länger, was aber für die Versicherer die Kosten erhöht. Zudem sprechen Gerichte den Familien höhere Entschädigungen zu.

Es gibt auch eine Kampagne des Hebammen-Verbandes, bei der man Unterversorgung melden und sich über die Entwicklung des Problems informieren kann.

Zwar können freiberufliche Hebammen seit diesem Jahr einen erhöhten Ausgleich für ihre stark verteuerten Haftpflichtversicherungen erhalten. Allerdings haben nur zwei von drei Hebammenverbänden den Schiedsspruch vom September akzeptiert. Mehr

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