USA: Trump will Frauen für Abtreibungen bestrafen

Donald Trump ist mittlerweile der aussichtsreichste aller republikanischen Präsidentschaftskanidaten. Diese Woche forderte er bei einem Auftritt in einer Kandidatenbefragung, es müsse „eine Art Strafe für Frauen“ geben, die eine Abtreibung vornehmen lassen. Außerdem müssten Schwangerschaftsabbrüche verboten werden.Eine Mitschrift des Gespräches finde sich hier.

Die empörten Reaktion von rechts wie links ließen nicht lange auf sich warten.

Auch bei Abtreibungsgegnern stieß Trumps Aussage auf Unverständnis. John Kasich, der wie Trump darum kämpft, von den Republikanern als Präsidentschaftskandidat nominiert zu werden, lehnte die Position Trumps entschieden ab. Er trete für ein Abtreibungsverbot ein, mit Ausnahmen im Fall von Vergewaltigung, Inzest oder wenn das Leben der Schwangeren in Gefahr sei. Aber natürlich dürfte eine Frau nicht bestraft werden.

Die „New York Times“ zitiert Jeanne Mancini von der Organisation „March for Life Education and Defense Fund“ mit den Worten, Trumps Einstellung sei mit der Pro-Life-Bewegung nicht zu vereinbaren und erst recht nicht mit Frauen, die den traurigen Weg einer Abtreibung gewählt hätten. Kein Anhänger der Pro-Life-Bewegung würde jemals eine Frau dafür bestrafen wollen.

Wenige Stunden später korrigierte sich Trump in einer Pressemitteilung. „If Congress were to pass legislation making abortion illegal and the federal courts upheld this legislation, or any state were permitted to ban abortion under state and federal law, the doctor or any other person performing this illegal act upon a woman would be held legally responsible, not the woman. The woman is a victim in this case as is the life in her womb. My position has not changed – like Ronald Reagan, I am pro-life with exceptions“.

Kommentatore_innen erinnertn daran, dass Trump früher für die Abtreibungsfreiheit eintrat und Geld für die Demokraten spendete.