Interview gegen Singer, gegen Peta

In der aktuellen Jungle World wird der beim Bündnis „Kein Forum für Peter Singer“ aktive Matthias Vernaldi interviewt. Hier einige Auszüge:

Vergangenes Jahr hat das Bündnis »Kein Forum für Peter Singer« zu Protesten gegen die Preisverleihung an Peter Singer selbst aufgerufen. Singer ist ein international anerkannter Bioethiker. Warum sollte er kein Forum bekommen?

Weil er schon in den siebziger Jahren die Tötung behinderter Menschen propagiert hat und dies auch immer noch vertritt. Der von ihm entwickelte Tierrechtsgedanke bietet ihm die Grundlage für solche Forderungen. …

Bei dem Preis geht es nicht um Behinderte, sondern um Tiere und »effektive Strategien zur Tierleidminderung«. Kann man das nicht voneinander trennen?

Singers Name ist untrennbar mit der Forderung nach »Euthanasie« verbunden, daher ist schon der Name des Preises ein Skandal. …

»PETA geht gar nicht …« hieß es in sozialen Medien, nachdem bekannt geworden war, dass die Tierschutzorganisation den Preis bekommen soll. Warum denn nicht?

PETA ist in verschiedener Hinsicht problematisch. Die internationale Kampagne »Holocaust auf deinem Teller« relativierte die Shoah und verhöhnte die Opfer. …

Für Ihre Mobilisierung gegen Singer und den Preis gab es Vorwürfe von Linken. Das sei »antidemokratisch« oder eine »Hexenjagd«. Wie gehen Sie mit dieser Kritik um?

…. Wir argumentieren, anstatt zu hetzen. Hexenjagden sehen auch in der Moderne anders aus, als auf einem Transparent »Shut up!« zu fordern.

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