Mazedonien will Schwangerschaftsabbrüche erschweren

Die Regierung von Mazedonien hat dem Parlament ein neues restriktives Abtreibungsgesetz vorgelegt, dass das Recht von Frauen auf freien Zugang zu Abtreibung schwächt. Demnach muss eine Frau künftig einen schriftlichen Antrag beim Gesundheitsministerium einreichen, will sie eine Schwangerschaft beenden.

Zudem soll der betroffene Partner künftig über einen beabsichtigten Abbruch informiert werden. Die obligatorische Abtreibungsberatung vor einem Schwangerschaftsabbruch sowie die Wartefrist von drei Tagen nach dieser Beratung, bevor ein Abbruch durchgeführt werden kann, bleiben bestehen.

Der mazedonische Gesundheitsminister Nikola Todorov der christlich-demokratischen und nationaldemokratischen Partei für Mazedonische Nationale Einheit präsentierte den Entwurf vergangene Woche im Parlament und schlug vor, das Gesetz im Eilverfahren durchzuwinken. Die Mehrheit der Parlamentarier votierte für diesen Vorschlag.

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http://www.diesseits.de/perspektiven/nachrichten/international/1370383200/mazedonien-will-schwangerschaftsabbrueche-erschwer

 

Protest vor der Irischen Botschaft in Berlin

Botschaft von Irland Jägerstraße 51 10117 Berlin

21. November 2012    18 Uhr

Savita Halappanavar starb in einem Hospital in Irland nachdem Ärzte ihr eine Abtreibung verweigert hatten an einer Blutvergiftung.
Wir wollen uns heute vor der irischen Botschaft versammeln, um gegen die unmenschlichen Zustände in Irland zu demonstrieren, in denen eine Frau eher sterben gelassen wird, als ihrem Recht auf Selbstbestimmung und medizinischer Versorgung nach zu kommen.
Abtreibung ist zu lange schon ein Spielball der irischen Regierung, um ihre Autonomie und ihre Katholizismus zu präsentieren, auf Kosten der Frauen. Weiterlesen

Irland: Frau stirbt nach verweigerter Abtreibung

Ärztin stirbt nach verwehrter Abtreibung

Von Lena Jakat, London

„Das hier ist ein katholisches Land“: Sogar nach Vergewaltigungen müssen sich irische Frauen ihr Recht auf einen Schwangerschaftsabbruch mühsam erstreiten. Seit 20 Jahren verschleppen Regierungen ein Gesetz zur Legalisierung von Abtreibungen. Dieses Versäumnis hat eine Frau in Galway nun vermutlich das Leben gekostet.

Einige Frauen vor ihr haben sich den Eingriff erklagt. Oder wenigstens die Möglichkeit dazu. Doch Savita Halappanavar blieb dafür keine Zeit. Wenige Tage, nachdem die Ärzte ihr eine Abtreibung verweigert hatten, starb sie an einer Blutvergiftung.

Zugetragen hat sich dieser Fall nicht in einer für ihren Fundamentalismus berüchtigten Ecke der Welt, nicht in Indonesien und nicht in Iowa, sondern mitten in der EU. In Galway, Irland.

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Polen verweigerte Abtreibung einem 14-Jährigem Mädchen nach einer Vergewaltigung

Vor vier Jahren suchte die 14-jährige Agata aus dem südostpolnischen Lublin verzweifelt einen Arzt, der ihr helfen konnte. Sie war nach einer Vergewaltigung schwanger geworden – und fühlte sich doch selbst noch als Kind. Agata wollte abtreiben. Doch obwohl der Teenager das Recht auf ihrer Seite hatte, begann für sie und ihre Mutter ein Spießrutenlauf durch halb Polen.

Schuld daran waren vor allem radikale Pro-Life-Aktivisten und sensationslüsterne Journalisten, die mit allen Mitteln versuchten, einen Schwangerschaftsabbruch zu verhindern. Jetzt, vier Jahre später, gab der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg den beiden Frauen recht – und verurteilte Polen zur Zahlung von 45.000 Euro Entschädigung und 16.000 Euro Prozesskosten.

 

Der ganze Artikel hier

http://taz.de/Abtreibungsverbot-in-Polen/!104662/

weitere Hintergrundinformationen hier

http://taz.de/Kommentar-Abtreibung-Polen/!104655/

und hier

http://taz.de/Vertrauensfrage-wegen-Abtreibung/!103465/

Krankenkasse kündigt Kooperation mit Abtreibungsgegnern

Der Verwaltungsrat der BKK IHV hat in seiner Sitzung am 21. Juni 2012 beschlossen, den Kooperationsvertrag zwischen der BKK IHV und der ProLife Marketing GmbH zu beenden. Das für die Rechtsaufsicht zuständige Bundesversicherungsamt vertrat die Auffassung, der Kooperationsvertrag verstoße gegen verschiedene Rechtsvorschriften, und stellte in Aussicht, juristisch gegen die Kooperation vorzugehen.

Das „Aktionsbündnis FRAUENgeRECHTE Krankenkasse“ hatte aufgrund dieser Kooperation zu Protesten aufgerufen.

Hintergrund:

Christliche Fundamentalist_innen hatten die Betriebskrankenkasse für Industrie, Handel und Versicherungen (BKK IHV) in Wiesbaden unterwandert und dort einen eigenen Mitgliederbereich für Abtreibungsgegner_innen eingerichtet.

Aufnahmebedingung in diese Versichertengruppe mit dem bezeichnenden Namen „ProLife“ ist die schriftliche Erklärung, nicht abzutreiben und keiner Frau zur Abtreibung zu raten. Im Gegenzug gibt es bei der Geburt eines Kindes eine Gebärprämie von 300 Euro. Weiterlesen

Abtreibungsrecht in Türkei bleibt, wie es ist

Die Regierung gibt dem Druck von Frauenverbänden und EU nach

Kaiserschnitt-Geburten sollen dennoch neu geregelt werden

Istanbul – Die umstrittenen Pläne der türkischen Regierung für eine Verschärfung des Abtreibungsrechts sind nach Angaben eines ranghohen Politikers der Regierungspartei AKP vom Tisch. Der stellvertretende AKP- Fraktionsvorsitzende im Parlament von Ankara, Nurettin Canikli, sagte der Zeitung „Hürriyet“ vom Donnerstag, seine Partei werde dem Parlament keinen Gesetzentwurf vorlegen. Ursprünglich hatte die islamisch-konservative AKP eine Neufassung der Abtreibungsregeln noch vor der am 1. Juli beginnenden Sommerpause des Parlaments angekündigt.

Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan hatte im Mai erklärt, Abtreibung sei Mord und müsse auch so behandelt werden. Auf Erdogans Anweisung hin begann das Gesundheitsministerium daraufhin mit der Vorbereitung für eine Neuregelung, die das bisher geltende Modell einer Fristenregelung bis zur zehnten Woche der Schwangerschaft ersetzen sollte. Laut Presseberichten wurde an eine Frist von künftig nur noch vier Wochen gedacht. Einige AKP-PolitikerInnen forderten zudem, auch Abtreibungen nach Vergewaltigungen müssten verboten werden. Weiterlesen

Mexico: Anklagen gegen Frauen wegen Schwangerschaftsabbruchs nehmen zu

von Guadalupe Cruz Jaimes

 

In mindestens 13 mexikanischen Bundesstaaten müssen sich Frauen vor Gericht wegen Schwangerschaftsabbruchs verantworten oder werden des Mordes an einem Familienmitglied angeklagt, nachdem sie eine Fehlgeburt erlitten haben; einige von ihnen befinden sich derzeit in Haft.

Laut Aussagen von Frauenrechtsorganisationen betrifft diese Problematik vor allem Mexikanerinnen mit eingeschränkten finanziellen Mitteln. Zu einer Verschlechterung der Situation hat die Tatsache geführt, dass zwischen 2008 und 2010 die Abtreibung in 17 Bundesstaaten unter Strafe gestellt wurde. Weiterlesen