18.3.: Proteste gegen „1000 Kreuze Marsch“ in Münster

Im März 2017 werden wieder fundamentalistische Christ*innen mit weißen Holzkreuzen durch Münster marschieren. Dagegen gibt es wieder Protest, los geht es um 12 mit einer Kundgebung. Alle Neuigkeiten findet ihr hier.

Eine Veranstaltungstour ist angekündigt, auch einen Aufruf gibt es schon:

Klar ist in jedem Fall: Die erreichten Erfolge und Teilerfoge emanzipatorischer und feministischer Kämpfe sind keine Selbstverständlichkeit. Sie müssen auch in Zukunft verteidigt und als Anknüpfungspunkt für weitere Veränderungen genutzt werden. Es ist Zeit, sich gemeinsam zu organisieren, zu vernetzen und emanzipatorische Forderungen auf die Straße zu tragen!

in diesem wendet sich das Bündnis auch gegen Pränataldiagnostik und die Vereinnahmung der Kritik an diesen Praktiken durch die selbsternannten Lebensschützer:

Anknüpfungspunkt für die fundamentalistischen Christ*innen ist der Umstand, dass mit Hilfe von selektiver Pränataldiagnostik immer häufiger nach sog. von der Norm abweichende Föten, gesucht wird. Diese Untersuchungen setzten schwangere Personen unter Druck, nur vermeintlich „gesunde“ Föten auszutragen. Tatsächlich ist die Kritik an vorgeburtlichen Untersuchungen angebracht, die ausschließlich der Selektion von Embryonen mit möglicher „Behinderung“ dienen. Es ist falsch, Frauen*rechte und Rechte von Menschen mit „Behinderungen“ gegeneinander auszuspielen.

Münster: Mehr Feminist_innen als Fundis

Mit einem „Gebetszug“ demonstrierten 100 Fundi-Christ_innen am 19. März in Münster gegen Abtreibung. die Gegenveranstaltung von Antifa und Feminist_innen war doppelt so groß, meldet zumindest idea, ein eher evangelikales Nachrichtenportal.

Die Lokalpresse (plus Fotos) schreibt: „Bei der Schlussandacht auf dem Domplatz kam es zu kleineren Rangeleien zwischen Polizisten und einigen Demonstranten, die sich unter die Gläubigen gemischt hatten und lautstark gegen die Gebete anbrüllten. Insgesamt waren Einsatzzüge mehrerer Polizei-Hundertschaften aus NRW als Begleitschutz der Gläubigen in der City unterwegs. Trotzdem gelang es, den Marschieren währen des Gebetszuges in Höhe Salzstraße ihr einziges Mikrofon für den mobilen Gebets-Lautsprecher zu stehlen.“

Und auch ne gute Idee: „Am Domplatz hatten Unbekannte in Nistkasten-Attrappen an Bäumen Minisirenen versteckt, die beim Eintreffen der Betenden per Handy ferngesteuert wurden.“

Nachtrag: Ausführlicher Bericht mit Fotos bei Vice und die Bilanz des Gegenbündnis.

Diese Woche: Kreuze in Münster

In Münster werden disen Samstag, dem 19.03.2016 wieder Abtreibungsgegner*innen ihren „1000 Kreuze Marsch“ durchführen. Den Aufruf zu Protesten und weitere Infos findet ihr bei beim Bündnis „Gegen 1000 Kreuze“. Ab 12.00 Uhr findet vor dem Rathaus Münster eine Kundgebung gegen den jährlich von fundamentalistischen Christ*innen und Abtreibungsgegner*innen durchgeführten „1000-Kreuze-Marsch“ Münster statt.

In Berlin wird der Tresen der aze am Donnerstag darüber informieren:

Erneut planen fundamentalistische ChristInnen am 19. März betend durch Münster zu ziehen und ihre antifeministischen, reaktionären und moralisierenden Positionen mit Holzkreuzen bewaffnet zur Schau zu tragen.

Der von „EuroProLife“ organisierte Gebetszug richtet sich in erster Linie gegen Schwangerschaftsabbrüche und damit gegen das Selbstbestimmungsrecht von schwangeren Personen. Darüber hinaus lehnen sie Verhütung, Sex vor der Ehe, Homosexualität und queere Geschlechtsidentitäten ab.

Bei unserem Tresen möchten wir uns genauer die Ideologie der selbsternannten LebensschützerInnen und ihre Verbindungen zu völkischen und reaktionären, rechtspopulistischen und rassistischen Theorien und Gruppierungen anschauen.

Des Weiteren wird es Informationen zu geplanten Protesten in Münster geben.

Die Veranstaltung ist per Fahrstuhl zu erreichen und rauchfrei. Danach darf zu Cocktails, Bier und Schorle geraucht werden.

Donnerstag 17.3. // 19 Uhr // Projektraum, Hermannstraße 48 (U-Bahnhof Boddinstr.)//*aze-Tresen

Demo in Münster Tag X

Raise your voice! Your body Your choice – Feministische Inhalte auf die Straße tragen!
All-Gender-Demo mit Frauen* Lesben* Trans* Inter*-Block
Demo am Tag X im März in Münster. 11 Uhr Windthorststraße (gegenüber Hauptbahnhof)

1000-Kreuze – Nicht schon wieder!

Auch im März 2015 werden wieder fundamentalistische Christ*innen1 mit weißen Holzkreuzen bewaffnet durch Münster ziehen, um betend, singend und schweigend ihre Verachtung gegenüber allem auszudrücken, was nicht ihren Normen entspricht. Der von „EuroProLife“ organisierte ‚Gebetszug‘ richtet sich in erster Linie gegen Schwangerschaftsabbrüche und damit gegen das Selbstbestimmungsrecht von schwangeren Personen. In der Kritik stehen aber unter anderem auch Verhütung, Sex vor der Ehe, Homosexualität und queere Geschlechtsidentitäten. Der Kampf um reproduktive Rechte dient als Kristallisationspunkt für eine umfassende konservative Kulturkritik an der Gesellschaft. Durch das Aufgreifen von Themen der Familienpolitik und Sexualmoral und das Schüren von Angst vor dem Aussterben des weißen2 ‚deutschen Volkes‘ werden außerdem konservative bis extrem rechte völkische Gesellschaftsbilder produziert und bedient.

Früher wie heute – neuer Anstrich, gleiche Scheiße!

Den Rest des Aufrufs findet ihr hier

Münster: Demo gegen Fundichristen

Unter dem Motto  „raise your voice – your body, your choice“ haben am vergangenen Samstag 600 Men­schen in Münster demonstriert.

Anschließend gelang es den Protestierenden, den ebenfalls an diesem Tag stattfindenden „1000 Kreuze Marsch“ so zu stören,dass die Route verkürzt werden musste: Glückwunsch!

Wir freu­en uns, dass er­neut so viele Men­schen mit uns für ein selbst­be­stimm­tes Leben de­mons­triert haben. Wir sehen sel­ten Demos, die so­viel Un­ter­schied­lich­keit ver­ei­nen, so laut­stark durch die Ge­gend zie­hen und auf denen so viele un­ter­schied­li­che Sa­chen ver­teilt wer­den (von Muf­fins, über Kon­fet­ti, in­halt­li­chen Flyer bis hin zu ver­schie­de­nen Post­kar­ten mit Tran­spi­mo­ti­ven des letz­ten Jah­res). Wir hof­fen dar­auf, dass sich diese De­mons­tra­ti­on eta­blie­ren wird und be­dan­ken uns bei allen, die mit­ge­hol­fen haben den Tag so zu ge­stal­ten.

Die ausführliche Bilanz, Redebeiträge und viele Fotos findet ihr hier.

22.3.14 Münster: immer wieder 1000 Kreuze

Aber auch: Immer wieder Widerstand! Eine feministische Demo unter dem Motto „Raise your voice! Your body Your choice – Fe­mi­nis­ti­sche In­hal­te auf die Stra­ße tra­gen“ startet um 11 Uhr am Hauptbahnhof (Hinterausgang, Bremer Platz) in Münster. Hier findet ihr den Aufruf und auch weitere Infos!

Außerdem:

5 Jahre ist es her, als es in Müns­ter zum ers­ten Mal Pro­tes­te gegen den 1000 Kreu­ze Marsch gab. 106 Men­schen wur­den da­mals ge­kes­selt und er­hiel­ten Straf­be­feh­le und Ver­fah­ren wegen „Ver­samm­lungs­spren­gung“.

Nach un­zäh­li­chen Plena, Pro­zes­sen, Ver­ur­tei­lun­gen und Be­ru­fun­gen haben sie end­lich ge­won­nen. Die Blo­cka­de von 2009 gilt nicht als Ver­samm­lungs­spren­gung.

Wir sagen: Herzlichen Glückwunsch! und ne schöne Demo!