Jungle World: Thema zur Global Gag Rule

In der Jungle World Nr. 7 vom 16. Februar 2017: Artikel zu abtreibungsverweigernden Ärzten in Italien, derm Kult um das „ungeborene Leben„,die anti-choice-Maßnahmen der Trump-Regierung und zu der Hoffnung, die auch deutsche „Lebensschützer“ auf Trump setzen. Lesenswert!

Women on waves: Abtreibungsschiff in Guatemala

Das Schiff, mit dem die niederländische NGO Women on Waves Abtreibungen in internationalen Gewässern durchführt, ist seit dem 22. Februar in Guatemala und wird zur Zeit vom Militär im Hafen festgehalten. Die NGO protestiert mit der Aktion gegen das sehr restriktive Abtreibungsgesetz. Updates gibt es hier.

Münster: Mehr Feminist_innen als Fundis

Mit einem „Gebetszug“ demonstrierten 100 Fundi-Christ_innen am 19. März in Münster gegen Abtreibung. die Gegenveranstaltung von Antifa und Feminist_innen war doppelt so groß, meldet zumindest idea, ein eher evangelikales Nachrichtenportal.

Die Lokalpresse (plus Fotos) schreibt: „Bei der Schlussandacht auf dem Domplatz kam es zu kleineren Rangeleien zwischen Polizisten und einigen Demonstranten, die sich unter die Gläubigen gemischt hatten und lautstark gegen die Gebete anbrüllten. Insgesamt waren Einsatzzüge mehrerer Polizei-Hundertschaften aus NRW als Begleitschutz der Gläubigen in der City unterwegs. Trotzdem gelang es, den Marschieren währen des Gebetszuges in Höhe Salzstraße ihr einziges Mikrofon für den mobilen Gebets-Lautsprecher zu stehlen.“

Und auch ne gute Idee: „Am Domplatz hatten Unbekannte in Nistkasten-Attrappen an Bäumen Minisirenen versteckt, die beim Eintreffen der Betenden per Handy ferngesteuert wurden.“

Nachtrag: Ausführlicher Bericht mit Fotos bei Vice und die Bilanz des Gegenbündnis.

Neue Doku zu USA und Angriffen auf Abtreibungskliniken

U.S. reproductive health clinics are fighting to remain open. Since 2010, 288 TRAP (Targeted Regulations of Abortion Providers) laws have been passed by conservative state legislatures. Unable to comply with these far-reaching and medically unnecessary measures, clinics have taken their fight to the courts. As the U.S. Supreme Court decides in 2016 whether individual states may essentially outlaw abortion (Whole Woman’s Health v. Hellerstedt), Trapped follows the struggles of the clinic workers and lawyers who are on the front lines of a battle to keep abortion safe and legal for millions of American women.

mehr

USA: aktueller Überblick

Planned Parenthood hat das Center for Medical Progress (CMP) angezeigt, das im letzten Jahr eine massive Schmutzkampagne gegen die Frauengesundheitsorganisation gefahren hat: “This lawsuit exposes the elaborate, illegal conspiracy designed to block women’s access to safe and legal abortion, and we filed the case to hold [CMP] accountable,” said Dawn Laguens, executive vice president of Planned Parenthood Federation of America. Mehr hier und hier.

Ein neuer Bericht der Guttmacher Institut zeigt, wie dramatisch sich der Zugang zu Abtreibungen in den letzten fünf Jahren verschärft hat:

The situation changed dramatically following the 2010 midterm elections that swept abortion opponents into power in state capitals across the country. From 2011 through 2015, states added, on average, 57 new restrictions per year. Five types of restrictions—limits on medication abortion, private insurance coverage and later abortions as well as expanded requirements for parental involvement and abortion counseling—account for more than half of the new restrictions adopted over this period.

El Salvador: Neue Kampagne gegen absolutes Abtreibungsverbot

Frauen- und Menschenrechtsorganisationen machen erneut auf die Gesetzeslage in El Salvador zu Abtreibungen aufmerksam. Danach können Frauen nach Fehlgeburten zu bis zu 40 Jahren Haft verurteilt werden. Derzeit sind mindestens 19 Frauen nach Fehlgeburten für viele Jahre im Gefängnis.

Mehr bei Amerika 21

Peru: Proteste gegen Abtreibungsverbot

Bereits zum zweiten Mal ist in Peru eine Gesetzesvorlage abgelehnt worden, die Opfern von Vergewaltigungen das Recht auf Abtreibung zusprechen sollte. Feministinnen protestierten am Mittwoch vor dem Parlament in Lima.

„Mein Körper, meine Entscheidung“, „mein Uterus gehört nicht dem Kongress“ und „Schluss mit den Frauenmorden“, hatten sich Aktivistinnen auf den nackten Oberkörper geschrieben. Sie führten eine Demonstration an, die von der Polizei unter Einsatz von Tränengas gestoppt wurde.

Zuvor hatte eine rechtsgerichtete Mehrheit im Verfassungsausschuss gegen einen Entwurf des Frauenministeriums und sozialer Bewegungen gestimmt. Dieser sah vor, Abtreibungen in Fällen von Vergewaltigung, künstlicher Befruchtung oder Eizelltransplantation außer Strafe zu stellen.

mehr bei Amerika 21