Abtreibungsgegner_innen in Memmingen

Bärks! Am nächsten Samstag, den 15. Juli wollen die besonders widerlichen selbsternannten Lebensschützer von Durchblick e.V. eine „Embryonenoffensive“ (allein der Name!) im Memmingen abhalten. Im Rahmen einer Kundgebung wollen sie Kinderschuhe aufstellen und Plastikembryonen verteilen. Schon 2010 war diese Gruppierung mit einer makaberen Plastik-Embryonen-Verschickaktion aufgefallen.

Die Plasteembryonen sollen Frauen ein schlechtes Gewissen machen und eine gesellschaftliche Stimmung gegen Schwangerschaftsabbrüche aufbauen („Guck mal, in der 10. Woche schon alles dran! Und sooooo niedliche Füße!“ Oder so…).

Gleichzeitig schwafeln die Organisatoren der Aktion davon, dass Frauen bei einer Abtreibung „seelisch getötet“ und traumatisiert würden, was angeblich ein großes gesellschaftliches Tabuthema ist.

Is klar: erst schlechtes Gewissen machen (können Christen ja gut, jahrhundertelang geübt und so) und dann das schlechte Gewissen zum Trauma aufblasen und die Gesellschaft und die Feministinnen dafür verantwortlich machen. Bestechende Logik.

Neben den „betroffenen“ Frauen soll auf der Kundgebung auch der bestimmt besonders kompetente Landtagsabgeordnete und ehemalige bayerische Landwirtschaftsminister Josef Miller sprechen.

Ausgerechnet Memmingen ist übrigens die Stadt, in der Ende der 80er Jahre die „Memminger Hexenprozesse“ stattfanden gegen einen Abtreibungsarzt und ziemlich viele Frauen. Um so mehr Grund also, den Abteibungsgegner_innen am Samstag die Suppe zu versalzen.

Durchblick e.V gehört übrigens dem Bundesverband Lebensrecht (BVL) an, der am 22. September in Berlin einen „Marsch für das Leben“ durchführen wird. Dagegen wird es selbstverständlich wieder Proteste geben.

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