Neue Doku zu USA und Angriffen auf Abtreibungskliniken

U.S. reproductive health clinics are fighting to remain open. Since 2010, 288 TRAP (Targeted Regulations of Abortion Providers) laws have been passed by conservative state legislatures. Unable to comply with these far-reaching and medically unnecessary measures, clinics have taken their fight to the courts. As the U.S. Supreme Court decides in 2016 whether individual states may essentially outlaw abortion (Whole Woman’s Health v. Hellerstedt), Trapped follows the struggles of the clinic workers and lawyers who are on the front lines of a battle to keep abortion safe and legal for millions of American women.

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Münster: Save the date!

Am 19. März wird es in Münster wieder einen “Marsch für das Leben” geben. Und selbstverständlich auch Protest! Checkt den Blog vom Bündnis in Münster, um Näheres zu erfahren:

Auch dieses Jahr bietet der Kreuze-Marsch wieder 1000 Möglichkeiten für Gegenaktionen: Nehmen wir ihnen die Meinungshoheit – nehmen wir ihnen die Straße!
Ab 14.30h freuen sich die fundamentalistischen Christ*innen sicher über störenden Zuwachs in ihrem Marsch, oder aber über eine kreative Begleitung. Entert ihren Marsch – aber überlegt euch vorher gut, was ihr euch vorstellen könnt und geht nicht unvorbereitet in die “Hölle”.

USA: aktueller Überblick

Planned Parenthood hat das Center for Medical Progress (CMP) angezeigt, das im letzten Jahr eine massive Schmutzkampagne gegen die Frauengesundheitsorganisation gefahren hat: “This lawsuit exposes the elaborate, illegal conspiracy designed to block women’s access to safe and legal abortion, and we filed the case to hold [CMP] accountable,” said Dawn Laguens, executive vice president of Planned Parenthood Federation of America. Mehr hier und hier.

Ein neuer Bericht der Guttmacher Institut zeigt, wie dramatisch sich der Zugang zu Abtreibungen in den letzten fünf Jahren verschärft hat:

The situation changed dramatically following the 2010 midterm elections that swept abortion opponents into power in state capitals across the country. From 2011 through 2015, states added, on average, 57 new restrictions per year. Five types of restrictions—limits on medication abortion, private insurance coverage and later abortions as well as expanded requirements for parental involvement and abortion counseling—account for more than half of the new restrictions adopted over this period.

“Lebensschützerin” Johanna Gräfin von Westphalen ist tot

Anläßlich dessen haben die Christdemokraten für das Leben, deren Gründungsmitglied die Gräfin war, eine ausführliche Erklärung abgegeben, die ihre Biografie und ihr Wirken beleuchten. Keineswegs möchten wir uns den Trauerbekundungen anschließen, finden die Erzählung aber sehr interessant, um einen Einblick in die Gedankenwelten der “Lebensschützer” zu bekommen.

AfD Berlin: von Storch neue Vorsitzende

Dieses Wochenende findet der Landesparteitag der Berliner AfD statt. Bei der Wahl der neuen Landesvorsitzenden ist es zu einem Rechtsruck gekommen: Die neue Doppelspitze besteht aus Georg Pazderski und der Europaabgeordnete und stellvertretenden Parteivorsitzenden Beatrix von Storch. Von Storch lief beim letztjährigen Berliner Marsch für das Leben in der ersten Reihe Hinter dem Fronttranspi.

Mehr vom Parteitag hier.

UPDATE 24.1.16: Wahlmanipulationen aufgeflogen

Update 1.2.16: von Storch findet, an der deutschen Grenze sollte auf Flüchtlinge geschossen werden, vielleicht nicht auf Kinder, aber schon auf Frauen

Weniger als 2500 Hebammen

Das ist dramatisch wenig und liegt an den immens teuren Haftpflichtversicherungen. 2014 waren es noch 1000 freiberufliche Geburtshelferinnen mehr. Hier gibt es eine gute Übersicht über den aktuellen Stand des Problems.

Ohne Haftpflichtversicherung dürfen Hebammen nicht arbeiten. 2004 kostete ihre obligatorische Berufshaftpflicht noch rund 1350 Euro, heute ist es knapp das Vierfache, und der Beitrag soll am 1. Juli 2016 schon wieder um neun Prozent steigen – auf dann jährlich 6843 Euro.

Dass die Summe so hoch liegt, ist kalte Versicherungslogik: Geburtsgeschädigte Kinder leben heute durch den medizinischen Fortschritt länger, was aber für die Versicherer die Kosten erhöht. Zudem sprechen Gerichte den Familien höhere Entschädigungen zu.

Es gibt auch eine Kampagne des Hebammen-Verbandes, bei der man Unterversorgung melden und sich über die Entwicklung des Problems informieren kann.

Zwar können freiberufliche Hebammen seit diesem Jahr einen erhöhten Ausgleich für ihre stark verteuerten Haftpflichtversicherungen erhalten. Allerdings haben nur zwei von drei Hebammenverbänden den Schiedsspruch vom September akzeptiert. Mehr